Die Menschen sind vor den radikalislamischen Taliban geflohen

100.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan seit Jahresanfang

Dienstag, 22. Mai 2018 | 13:50 Uhr

In Afghanistan sind seit Jahresanfang rund 108.000 Menschen vor Kämpfen mit den radikalislamischen Taliban aus ihren Dörfern und Städten geflohen. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der UN-Agentur zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) hervor.

Demnach sind allein in der vergangenen Woche mehr als 20.000 Afghanen heimatlos geworden – vor allem wegen schwerer Gefechte der Extremisten mit Regierungstruppen in den Provinzen Baghlan (Norden), Gasni (Osten) und Farah (Westen).

Allein 10.000 Menschen waren vor Kämpfen aus der Provinzhauptstadt von Farah, Farah-Stadt, geflohen. Dort hatten die Taliban in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit dem Fall der nordafghanischen Stadt Kunduz im Herbst 2015 kurzzeitig wieder ein Provinzzentrum erobern können.

Die Islamisten werden seit dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes im Dezember 2014 zunehmend aggressiver und kontrollieren nach Militärangaben mittlerweile wieder mehr als 14 Prozent des Landes. 30 Prozent sollen umkämpft sein.

Im vergangenen Jahr hatten die UN rund 450.000 Binnenflüchtlinge registriert, 2016 mehr als 660.000. Ob alle der in den vergangenen zwei Jahren als vertrieben registrierten Menschen weiter ohne Heimat sind, ist nach Angaben der UN unter anderem wegen des mangelnden Zugangs zu vielen umkämpften Provinzen schwer festzustellen.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "100.000 Kriegsvertriebene in Afghanistan seit Jahresanfang"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
hans--
hans--
Grünschnabel
1 Monat 2 Tage

ich hab schon mal eine frage was können wir dafür wenn die  keinen frieden wollen ++ich wäre immer für Hilfe bei frieden   AMEN 

wpDiscuz