Auch Zivilisten waren unter den Todesopfern

16 Tote bei Kämpfen zwischen Milizen in Tripolis

Sonntag, 20. Januar 2019 | 10:33 Uhr

Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Unter den Opfern, die seit Ausbruch der Kämpfe vergangenen Mittwoch getötet wurden, seien auch vier Zivilisten, teilte das libysche Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Es waren die heftigsten Gefechte seit mehr als vier Monaten.

Zu den Kämpfen kam es zwischen einer Miliz, die mit der international anerkannten Regierung in Tripolis verbündet ist, und einer rivalisierenden bewaffneten Gruppe. Am Samstag wurde auch ein Fotojournalist bei der Arbeit getötet, als er mit einer Miliz unterwegs war. 65 Menschen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher bei den Kämpfen verletzt worden.

Nach gewaltsamen Protesten und dem anschließenden Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011 ist Libyen in einem Bürgerkriegschaos versunken. Zahlreiche Milizen bekämpfen sich. Zudem konkurrieren zwei Regierungen miteinander: die international anerkannte in Tripolis und eine in der Stadt Tobruk im Osten Libyens.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz