In Los Angeles kam es zu Solidaritätskundgebungen

19 Tote bei Zusammenstößen im Südosten des Irans

Samstag, 01. Oktober 2022 | 11:29 Uhr

Bei Zusammenstößen im Südosten des Irans sind laut iranischen Staatsmedien 19 Menschen getötet worden. Unter den Toten in der Provinz Sistan-Baluchestan sei auch ein Oberst der Revolutionsgarden, sagte Regionalgouverneur Hossein Chiabani am Freitag einem staatlichen Sender. 20 weitere Menschen seien verletzt worden.

Nach Angaben der Revolutionsgarden (IRGC) vom Samstag griffen “Terror- und Separatistengruppen” während des Freitagsgebets in Sahedan eine Polizeiwache an. Die IRGC haben eigenen Angaben zufolge mehrere Menschen verhaftet, die sie als Terroristen beschrieben. In den sozialen Medien kursierten Berichte, dass der Vorfall im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten stehe. Diese Berichte wurden von den Behörden in Sahedan dementiert.

Unterdessen nahm der iranische Geheimdienst neun Ausländer fest. Die Verhafteten kämen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Polen und Schweden. Sie sollen entweder direkt an den systemkritischen Protesten teilgenommen oder im Hintergrund agiert haben, hieß es in einer Erklärung am Freitagabend. Weitere Details zu den festgenommenen Europäern nannte der Geheimdienst nicht.

Auslöser der Demonstrationen ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte sie wegen ihres angeblich “unislamischen Outfits” festgenommen. Was genau mit Amini danach geschah, ist unklar. Die Frau war ins Koma gefallen und am 16. September in einem Krankenhaus gestorben. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück. Seit dem Tod der jungen Frau demonstrieren landesweit Tausende Menschen gegen den repressiven Kurs der Regierung und der Sicherheitskräfte sowie das islamische System.

Von: APA/AFP/dpa

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N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 6 Tage

Interessiert niemanden! Der Nobelpreis go to Ukraine!

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