Schlauchboote mit zahlreichen Flüchtlingen wurden gesichtet

2.700 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Mittwoch, 12. Juli 2017 | 14:36 Uhr

Seit Dienstag sind bei rund 20 von der italienischen Küstenwache koordinierten Einsätzen 2.700 Menschen im Mittelmeer gerettet worden. Insgesamt befanden sich 3.677 Asylsuchende an Bord von Schiffen, die demnächst in italienischen Häfen eintreffen sollen. Allein am Mittwoch wurden vier Schlauchboote mit 900 Migranten an Bord gesichtet. Schiffe eilten ihnen zur Hilfe.

Eine Frau aus Kamerun brachte während eines Rettungseinsatzes im Mittelmeer ein Baby zur Welt. Mutter und Kind seien noch durch die Nabelschnur verbunden gewesen, als sie von einem Holzboot an Bord des Rettungsschiffes “Aquarius” gebracht wurden, teilte die Hilfsorganisation SOS Mediterranee am Mittwoch mit.

Im ersten Halbjahr 2017 sind mehr als 87.000 Flüchtlinge nach Italien gelangt. Die meisten der 2017 eingetroffenen Migranten stammen aus Nigeria, Bangladesch, Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) und Gambia. Italien versorgt derzeit fast 200.000 Flüchtlinge in Hotspots und anderen Einrichtungen. 9.781 unbegleitete Flüchtlinge trafen seit Anfang 2017 in Italien ein.

Von: apa