Zwei iranische "TOR"-Raketen trafen das Flugzeug

2. Bericht von Irans Luftfahrtbehörde zu Flugzeugabschuss

Dienstag, 21. Januar 2020 | 08:05 Uhr

Das irrtümlich im Iran abgeschossene ukrainische Passagierflugzeug wurde durch zwei Raketen zum Absturz gebracht. Das ist das Ergebnis eines zweiten Berichts der iranischen Luftfahrtbehörde, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna in der Nacht auf Dienstag berichtete. Demnach wurde die Maschine nahe Teheran von zwei Raketen des Typs “TOR” aus nördlicher Richtung getroffen.

Die Maschine der Ukraine International Airlines war am 8. Jänner auf dem Weg nach Kiew. Alle 176 Menschen an Bord waren bei dem Absturz ums Leben gekommen. Nach iranischen Angaben waren 147 der Passagiere Iraner, darunter viele mit doppelter Staatsbürgerschaft, sowie 29 Bürger der Ukraine, Kanadas, Schwedens und Afghanistans.

Zuvor hatten bereits Medien anhand eines Videos analysiert, dass die Maschine durch zwei Geschoße getroffen worden sein könnte. Durch den Treffer sei auch möglicherweise das Kommunikationssystem des Flugzeugs zerstört worden. Laut Bericht gab es keinen Kontakt zu den Piloten.

Der Iran hatte den Abschuss der Maschine inmitten der militärischen Konfrontation mit den USA eingeräumt, nachdem die Behörden zuvor von einem technischen Defekt gesprochen hatten. Der zweite Bericht der Behörde führt nun detailliert aus, wie es zum Absturz kam. Es handle sich allerdings noch um einen Zwischenstand und nicht um ein endgültiges Ergebnis der Untersuchungen.

Der Abschuss des Verkehrsflugzeugs und insbesondere die anfängliche Vertuschung der Fakten durch die iranische Führung und Medien führten im Iran zu Protesten. Die Demonstranten fordern eine Bestrafung der Verantwortlichen, einige sogar den Rücktritt der iranischen Führung. Präsident Hassan Rouhani versprach daraufhin eine gründliche und lückenlose Aufklärung der Abschussumstände durch ein Sondergericht mit verschiedenen Expertenteams.

Von: APA/dpa

Kommentare

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1 Kommentar auf "2. Bericht von Irans Luftfahrtbehörde zu Flugzeugabschuss"


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Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 3 Tage

Intressante wende. Terroristen bzw IS wäre eine einfache Ausrede gewesen. Auch hält man plötzlich den Flugschreiber zurück.. ist die Wahrheit doch anders? Zumindest kann die Regierung sich eines einflussreichen religiösen Militärführes entledigen…

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