Forderung der SVP-Arbeitnehmer

200- Euro-Bonus auch für Hausfrauenrentnerinnen?

Donnerstag, 06. Oktober 2022 | 09:58 Uhr

Bozen – Das in Rom im Frühjahr 2022 verabschiedete „Decreto Auiti“ hat es mehreren Millionen Italienern ermöglicht, in den Genuss eines einmaligen Bonus von 200 Euro zu kommen. Diese Maßnahme zielte darauf ab, die hohen Preissteigerungen ein wenig zu mildern. „Die Hausfrauenrentnerinnen profitieren von diesem Bonus aber nicht, weil es sich bei der Hausfrauenrente nicht um eine staatliche Pension, sondern um eine auf unsere Region beschränkte Vorsorgemaßnahme handelt. Deshalb fordern wir einen solchen Bonus nun auch für diese Kategorie“, führt der Abgeordnete und SVP-Arbeitnehmervertreter Helmuth Renzler aus.

Den staatlichen 200-Euro-Bonus erhielten Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen. Somit kommen viele Rentner, Arbeitnehmer, Arbeitslose und Pflegepersonal in den Genuss dieser einmaligen finanziellen Unterstützung. Das persönliche Einkommen durfte eine Grenze von 35.000 Euro nicht überschreiten und somit zählt das Einkommen des Ehepartners für diesen Bonus nicht mit.

„Auch für Rentner und Empfänger des Rentenbegleitgelds ist das Kriterium für den Zugang zum Bonus ein Gesamteinkommen von weniger als 35.000 Euro brutto im Jahr. Dieser Bonus wurde im Juli von Amts wegen vom Fürsorgeinstitut NIFS/INPS ausgezahlt“, erläutert Renzler.

Wer bezieht eine Hausfrauenrente?

„Diese Form der Altersvorsorge wurde in Südtirol für Frauen entwickelt, die das Anrecht auf die Altersrente nicht aus einer Pflichtversicherung erreichen. Im Jahr 2022 beträgt diese Rente 498,27 Euro im Monat bzw. 6.477,51 Euro im Jahr, falls 15 Jahre lang eingezahlt wurde, auch mit den Begünstigungen für Kindererziehung und Pflege sowie mit dem Nachkauf von Versicherungszeiten. Werden mehr als 15 Jahresbeiträge eingezahlt, so erhöht sich die Rente im Verhältnis“, erklärt Helmuth Renzler.

Der monatliche Rentenbetrag beträgt 523,28 Euro, falls das gemeinsame Einkommen der Hausfrau und des Ehepartners unter der Grenze von 27.210,56 Euro liegt oder das persönliche Einkommen geringer als 13.605,28 Euro ist. Laut Auskünften der Agentur für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) wurden im Jahr 2021 insgesamt 2.328 Hausfrauenrenten in Südtirol ausbezahlt.

Auch Hausfrauenrentnerinnen finanziell unterstützen

„Die Bezieherinnen der Haufrauenrente sind ebenso wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger den Preisanstiegen schutzlos ausgeliefert, weshalb auch sie in den Genuss einer finanziellen Unterstützung kommen müssen“, erklären die SVP-Arbeitnehmer. Wenn jede Bezieherin der Hausfrauenrente einen einmaligen Bonus von 200 Euro erhalte, dann würde der Regionalhaushalt mit einem Betrag von 465.600 Euro für Südtirol plus den Betrag für das Trentino belastet.

„Wir fordern, dass auch den Bezieherinnen der Hausfrauenrente ein einmaliger 200-Euro-Bonus erstattet wird, um die hohen Preisanstiege zu mildern. Die entsprechenden finanziellen Mittel werden aus dem Haushalt der Region entnommen“, fasst der Regionalratsabgeordnete Helmuth Renzler zusammen, der als Erstunterzeichner einen entsprechenden Antrag gemeinsam mit den Abgeordneten Magdalena Amhof und Paula Bacher eingereicht hat.

Mit einer Auszahlung dieses Bonus könne zu Beginn des nächsten Jahres gerechnet werden, nachdem der Regionalrat den Antrag behandelt hat.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "200- Euro-Bonus auch für Hausfrauenrentnerinnen?"


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Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 27 Tage

Würd jetzt nicht einsehen, warum Hausfrauen (und -rentnerinnen) es nicht kriegen sollen, falls nicht in einem Haushalt eh schon pro Mitglied ausbezahlt wird.
Die leiden unter den Preisen schließlich genauso wie alle anderen.

Staenkerer
1 Monat 27 Tage

i fand es a richtig, denn wos i von a bekonnter woaß hobn de frauen domols nit wienig eingezohlt hobn und erst recht de, de nochzohln mußten!
i vergunnats ihne das sie des kriegn!

Muggi
Muggi
Grünschnabel
1 Monat 27 Tage

Selbstverständlich soll auch diese Gruppe nicht vergessen werden, schlieslich ware Sie es die den Männern den Rücken freihielten, die Kinder erzogen und vieles mehr!

Ninni
Ninni
Kinig
1 Monat 27 Tage

@ Muggi

BRAVO Muggi, sie sagen es

🥰👍🔝

@
@
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage
Muggi, da verwechselst du was.Die Hausfrauenrente ist eine rein in der Region eingeführte Rente.Die Einzahlungen für diese Rente konnten sich aber nur wohlhabende Personen leisten. So konnten z.B. die Frauen von Politikern zu Hause bleiben, der Mann zahlte die Beiträge ein und später konnte dann die Frau zur staatlichen Rente die private Rente kassieren.Weil die soziale Treffsicherheit nicht gegeben war und das ganze für den Steuerzahler ein Fass ohne Boden geworden war, musste 2004 die Notbremse gezogen werden ind diese Art der Vorsorge eingestellt werden. Es sind hier zumeist nicht die Frauen gemeint, wie du sie beschreibst, sondern vielmehr jene,… Weiterlesen »
wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

Hausfrauenrentnerinnen? Gibt es die? Normalerweise bezieht nur der/ die eine Rente, der gearbeitet und Beiträge eingezahlt hat. Herr Renzler, geben die Arbeitnehmer ein Lebenszeichen oder was soll das?

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 27 Tage

…genau!…wie kriegt man die?…was muss man tun?…wo ansuchen?…

Staenkerer
1 Monat 27 Tage

des wor vor viele johr a angebot für de frauen de mütter und deswegn nit orbeitn gongen sein, in de ober deswegn de zeit davongeonnen isch no auf 30 versicherte orbeitsjohr (de hots domols no gebraucht) zu kemmen! leider isch des “proiekt” für viele zu früh “gsorbn”, deswegn hobn de oan viel geld hingeblattlt um des fehlende nochzuzohln, ondre hobn des geld zum nochzohln nit ghob und deswegn johrelong umsunst eingezohlt!

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Superredner
1 Monat 27 Tage

hausfrauInnenrentnerInnen.
BürgerInnenmeisterInnen

Chicco
Chicco
Superredner
1 Monat 27 Tage

Jetzt ist zu erkennen das bald Wahlen anstehen , da erwachen auch Tot geglaubte Politiker von denen man über Jahre nichts gehört hat , und bezeichnen sich als Arbeitnehmer Vertreter !!

sepp2
sepp2
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

Hausfrauenrentnerinnen😂. man kann es auch Hausfrauenrente nennen anstatt neue Wörter zu erfinden.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 27 Tage

Eigentlich müsste das HauspersonrentnerIn heißen.

Calimero
Calimero
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

Wow, dem schönen Foto nach wird wieder Wert auf die Familie gelegt aber 200 Mücken sind Schall und Rauch.

Diogenes
Diogenes
Tratscher
1 Monat 27 Tage

Wenn 3 SVP-Politiker einen Beschlussantrag einbringen, gehen sie selbstverständlich davon aus, dass er angenommen und umgesetzt wird. Der letzte Satz gibt Aufschluss!! Werden sinnvolle und notwendige Beschlussanträge der Opposition im Plenum behandelt, werden sie selbstredend von der SVP abgelehnt.

Orch-idee
Orch-idee
Universalgelehrter
1 Monat 27 Tage

Ein einmaliger Betrag von 200€ ist nicht soo viel..
Der Staat hätte vielleicht die Steuern auf die Löhne/ Pension senken sollen um langfristig etwas mehr von Gehalt übrig zu haben…
Aber… Bei geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul…

thomas
thomas
Kinig
1 Monat 27 Tage

diese Rente musste man sich erst leisten können, die Begünstigten zählen meist nicht zu den Ärmsten

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