Zahlreiche Personen wurden erletzte

25 Tote bei Anschlag auf hohen Politiker in Pakistan

Freitag, 12. Mai 2017 | 15:59 Uhr

In Pakistan sind bei einem Bombenanschlag auf die Wagenkolonne eines führenden Politikers mindestens 25 Menschen getötet worden. 50 weitere Menschen seien verletzt worden, zehn von ihnen lebensgefährlich, teilten die Behörden am Freitag mit. Der leicht verletzte Vizepräsident des Oberhauses, Abdul Ghafoor Haideri, ging davon aus, dass die Attacke auf seinen Konvoi ihm gegolten habe.

Nach Polizeiangaben handelte es sich vermutlich um einen Selbstmordanschlag. Fernsehbilder zeigten verbeulte Geländewagen und Blutlachen auf einer staubigen Straße. Haideri sei von einer Veranstaltung in einer Religionsschule gekommen und auf dem Weg zum Freitagsgebet gewesen, hieß es.

Die IS-Terrormiliz bekannte sich zu dem Anschlag. Die Gruppe wird in Pakistan konsequent bekämpft, kann aber immer wieder schwere Anschläge verüben.

Haideri ist neben seiner Funktion als stellvertretender Senatschef ebenfalls leitendes Mitglied einer religiösen Partei. Jamiat Ulema-e Islam Fazl (JUIF) orientiert ihr Weltbild an einer erzkonservativen Strömung im sunnitischen Islam, dem sogenannten Deobandi-Islam. Daran halten sich auch viele radikale Islamisten in Pakistan. Allerdings unterstützt JUIF das Militär und die Regierung in ihren Offensiven gegen die vielen islamistischen Terrorgruppen in Pakistan.

Baluchistan ist die größte und unruhigste Provinz des Landes. Hier sind viele unterschiedlich motivierte Terrorgruppen aktiv. Hier und in anderen Provinzen gab es seit Februar nach zwei relativ ruhigen Jahren wieder vermehrt Anschläge.

Von: APA/dpa

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