"Sie sind alle tot"

39 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug in Syrien

Dienstag, 06. März 2018 | 20:05 Uhr

Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs in Syrien sind am Dienstag alle 39 Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine sei wegen eines technischen Problems bei der Landung auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hamaimim abgestürzt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. An Bord waren laut russischen Nachrichtenagenturen sechs Besatzungsmitglieder sowie 33 Passagiere.

Zunächst war nur von 32 Insassen die Rede gewesen. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde der Absturz durch einen “technischen Fehler” verursacht, wie das Ministerium mitteilte. Beschossen worden sei das Transportflugzeug nicht.

Präsident Wladimir Putin sprach den Hinterbliebenen und dem gesamten Militär sein Beileid aus, wie der Kreml mitteilte. Das Verteidigungsministerium setzte eine Kommission zur Untersuchung der Absturzursache ein. Auch das russische Ermittlungskomitee schaltete sich ein, um mögliche Sicherheitslücken zu untersuchen. Das nahe der Küstenstadt Latakia gelegene Hamaimim ist der wichtigste Militärflughafen der russischen Streitkräfte in Syrien.

Russland hatte im September 2015 auf der Seite von Machthaber Bashar al-Assad in den Bürgerkrieg eingegriffen. Mit seiner Unterstützung drängten die syrischen Regierungstruppen seitdem die Rebellen an allen Fronten zurück. Heute kontrollieren die Aufständischen nur noch wenige Gebiete in Idlib, Daraa und Ost-Ghouta. In der Region bei Damaskus stehen die Rebellen seit Wochen massiv unter Druck.

Von: APA/dpa