Am Montag gab es in Österreich 110.014 laborbestätigte aktive Fälle

Österreich: 7.745 Corona-Neuinfektionen und mehr Spitalpatienten

Montag, 04. Juli 2022 | 12:43 Uhr

Die Sommer-Coronawelle nimmt weiter an Fahrt auf. Seit Sonntag wurden laut den Ministerien 7.745 Neuinfektionen registriert. Covid-Toter wurde in den vergangenen 24 Stunden keiner registriert. Doch immer mehr Infizierte müssen in den Spitälern behandelt werden, allein seit Sonntag wurden 55 weitere Patientinnen und Patienten aufgenommen. Nunmehr liegen wieder 929 Infizierte in den Krankenhäusern, 51 davon auf Intensivstationen, um eine Person mehr als am Vortag.

Am Wochenende wurde wie immer weniger getestet. Die 7.745 Neuinfektionen liegen somit unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage, hier kamen täglich 10.294 neue Fälle hinzu. In Summe waren es seit vergangenen Montag 72.060 weitere Infizierte. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg am Montag auf 802,5 Fälle je 100.000 Einwohner. Zu Wochenbeginn gab es in Österreich 110.014 laborbestätigte aktive Fälle, um 903 mehr als am Tag zuvor. Vorigen Montag wurden 6.398 Neuinfektionen gemeldet, die Zahl der laborbestätigten aktiven Fälle lag vor sieben Tagen bei 87.996.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz ist Wien mit 1.305,8, in der Bundeshauptstadt wird aber am meisten getestet. Dahinter folgen Niederösterreich (880), das Burgenland (745,6) und Vorarlberg (726,8). Dahinter reihen sich Salzburg (627,3), Oberösterreich (619,2), die Steiermark (583,4), Tirol (513,6) und Kärnten (471,2). Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 4.465.315 bestätigte Fälle gegeben.

Deutlich am Steigen ist weiterhin die Zahl der Spitalspatientinnen und Patienten. Vor zwei Wochen benötigten noch 587 Infizierte eine Versorgung im Krankenhaus, die Steigerung seither beträgt 58 Prozent bzw. 342 Patienten. Allein in der vergangenen Woche gab es einen Zuwachs um ein Fünftel, 152 weitere Infizierte benötigen eine stationäre Versorgung. Auf den Intensivstationen kamen drei Schwerkranke hinzu.

Die Ärztekammer befürchtet aufgrund der steigenden Zahlen Urlaubssperren in den Spitälern. Via Aussendung forderte sie am Montag einen Maßnahmenplan der Stadt Wien ein. George Zabaneh, Obmann der Sektion der zur selbstständigen Berufsausübung berechtigten Ärzte der Ärztekammer für Wien, verlangte erneut eine klare Aussage seitens der Arbeitgeber, dass Urlaubssperren nicht kommen werden. “Außerdem fordern wir als Ärztekammer die Stadt Wien auf, einen klaren und konkreten Maßnahmenplan zu präsentieren, bei dem die Ärzteschaft und das Gesundheitspersonal nicht wieder ‘die Kastanien aus dem Feuer holen’ müssen”, so Zabaneh. Man stünde auch bei einer Erstellung eines entsprechenden Plans seitens der Ärztekammer selbstverständlich der Stadt Wien mit Rat und Tat zur Verfügung.

Auch wenn in den vergangenen 24 Stunden kein Todesopfer gemeldet wurde, ist die Zahl der Corona-Toten weiter sehr hoch. In den vergangenen sieben Tagen wurden Österreich 34 Todesfälle registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 18.798 Tote in Österreich gefordert. Die AGES zählte am Sonntag bereits 20.068 Todesopfer.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 64.330 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet. Davon waren 60.919 aussagekräftige PCR-Tests, die Positiv-Rate betrug 12,7 Prozent. Im Schnitt kamen in der vergangenen Woche täglich mehr als 109.800 PCR-Analysen hinzu, 9,4 Prozent lieferten positive Ergebnisse.

Das Interesse an Auffrischungsimpfungen steigt, in Wien kam es am Wochenende bereits zu längeren Wartezeiten. In den E-Impfpass eingemeldet wurden am Sonntag aber nur österreichweit 240 Impfungen, sechs davon Erststiche. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.832.211 Personen bereits zumindest eine Impfung erhalten. Grundimmunisiert – also dreimal geimpft – sind exakt 5.009.192 Menschen, das sind 55,8 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Von: apa

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