Jaish-al-Islam-Kämpfer warten auf Abtransport

Abzug von Rebellen aus Hochburg in Ost-Ghouta ausgesetzt

Freitag, 06. April 2018 | 07:15 Uhr

Der Abzug von Rebellen aus Duma in der umkämpften syrischen Region Ost-Ghouta ist vorerst ausgesetzt worden. Grund dafür seien Meinungsverschiedenheiten zwischen der Rebellengruppe Jaish al-Islam und den russischen Unterhändlern, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) und staatliche Medien am Donnerstagabend berichteten.

Zuvor waren Hunderte von Oppositionskämpfern und Zivilisten aus Ost-Ghouta in den Norden des Landes geflohen. Duma, nahe der Hauptstadt Damaskus, ist die letzte von Rebellen kontrollierte Stadt in der Region.

Am 1. April hatte sich die syrische Rebellengruppe Jaish al-Islam in einem Abkommen mit Russland auf einen Abzug geeinigt. Tags darauf begannen Kämpfer in Duma mit dem Abzug aus Ost-Ghouta. Seit Regierungstruppen Mitte Februar Luftangriffe in der Region gestartet hatten, haben sie den größten Teil des Gebiets durch eine Mischung aus Bodenangriffen und von Russland vermittelten Abzugsabkommen zurückerobern können. Zuvor hatten rund 400.000 Menschen in Ost-Ghouta gelebt.

Von: APA/dpa