Aquarius rettete 29.000 Menschen aus dem Meer

Ärzte ohne Grenzen stellt Aquarius-Einsatz ein

Freitag, 07. Dezember 2018 | 00:01 Uhr

Nach Informationen der Tageszeitung “Der Standard” stellt Ärzte ohne Grenzen den Betrieb des Rettungsschiffs Aquarius ein. Nach einer “gezielten Kampagne” gegen die Rettungsaktionen im Mittelmeer, “angeführt von Italien und unterstützt von anderen EU-Staaten wie Österreich”, sei man zu diesem Schritt gezwungen, sagte Österreich-Geschäftsführerin Laura Leyser gegenüber der Zeitung.

Panama hatte dem von Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranee betriebenen Rettungsschiff die Flagge entzogen. Diese Woche hatte auch die Schweiz dem Schiff verweigert, unter seiner Flagge auszulaufen.

Das Ende komme zu “einem kritischen Zeitpunkt”, so Leyser. Seit Jahresbeginn seien 2.130 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Die Aquarius hat seit Beginn ihres Einsatzes 2016 rund 29.000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Ihren letzten Einsatz hatte sie am 6. Oktober. Seither liegt sie im Hafen von Marseille.

Von: apa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Ärzte ohne Grenzen stellt Aquarius-Einsatz ein"


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denkbar
denkbar
Kinig
5 Tage 10 h

Das Untergräben von humanitären Prinzipien ist keine Lösung! Das Diskreditieren von Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen ein trauriges Kapitel der Menschheit und Sinnbild für einen Werteverfall zugunsten von Gier und Neid.

Sun
Sun
Superredner
5 Tage 9 h

denkbar, gab es schon mal in der menschlichen Zeitgeschichte soviel soziales Engagement wie in den letzten Jahrzehnten? Man kann das Glas halb voll oder halb leer sehen.
Trotzdem , die Leistungen dieses prviate Vereins das 1999 sogar den Friedensnobelpreis bekam mit solchen Maßnahmen zu diskreditieren ist bestimmt der falsche Weg.

One
One
Tratscher
5 Tage 8 h

Schön. Die „Ärzte ohne Grenzen“ können sich nun in aller Sicherheit im Herkunftsland der Flüchtlinge um sie kümmern. Damit ist allen geholfen.

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