Vorschlag von Faistnauer

“Agri-Camping nachgefragt – Südtirol schaut noch weg”

Samstag, 28. Mai 2022 | 16:09 Uhr

Bozen – Die Situation der Südtiroler Bergbäuerinnen und -bauern ist kritisch. Die Kosten für Futter, Dünger und Treibstoff sind enorm gestiegen, der Milchpreis tief. “Die von den SVP Bauernvertreter veranlassten Maßnahmen sind bisher ungenügend. Um weiterem Höfesterben entgegen zu wirken könnte Agri-Camping für interessierte Berglandwirte als Zuerwerb eine Chance darstellen und gleichzeitig dem Boom im Camping Sektor nachkommen.” Der Abgeordnete der Landtagsfraktion Perspektiven Für Südtirol Peter Faistnauer hat diesbezüglich bei Landesrat Arnold Schuler nachgefragt. “Die Ablehnung zu dem Thema schlägt deutlich durch, die Gründe dafür bleiben angesichts der gegebenen Doppel-Dringlichkeit zu vage.”

Campingurlaub erfreue sich stark steigender Beliebtheit, so Faistnauer: Im Tourismusjahr 2018/19 betrug die Zahl der Gästeankünfte in Südtirols Campingplätzen laut ASTAT 410.947, 2008/09 waren es noch 222.565. Das bedeutet ein Plus von 84,64 Prozent in zehn Jahren. Die Übernachtungen sind von 1.181.254 auf 1.715.034  um Plus 45,18 Prozent gestiegen. Corona habe eine weitere, enorme Steigerung ausgelöst. Das Angebot könne die Nachfrage längst nicht mehr erfüllen. Wildparken sei eine weit verbreitete Folge.

“Auf die Frage des Abgeordneten Peter Faistnauer, wie die Landesregierung gedenkt, dem Camper-Ansturm gerecht zu werden kommt der knappe Verweis: ‘Es ist geplant, einen Landescampingplan auszuarbeiten, um der Nachfrage in den nächsten Jahren strukturiert begegnen zu können.’ Dies soll ebenso die Fragen beantworten, ob Agri-Camping eine Chance für Südtirols Tourismus und Landwirtschaft sein könnte und wie die Landesregierung zu den vom SBB vorgebrachten Forderung nach Agri-Camping steht. Eine verwunderliche Gelassenheit angesichts zweier akuter Problematiken von ernstzunehmender Größenordnung. Lediglich negativ beantwortet wird, was für und was gegen Camping auf dem Bauernhof spricht: Die Straßen im ländlichen Wegenetz sind nicht alle campertauglich und auch das Landschaftsbild wird durch geparkte Campingfahrzeuge verändert. In vergleichbaren Regionen wie Vorarlberg ist Agri-Camping allerdings erlaubt. Doch die Bestrebungen der Nachbarländer sind dem Landesrat noch nicht einmal bekannt. Dieser findet zudem lediglich Stichworte für die Maßnahmen, die aktuell von der Südtiroler Landesregierung ergriffen werden, um die Berglandwirtschaft wirkungsvoll zu unterstützen. Kann sich die Landesregierung das leisten”, fragt der Landtagsabgeordnete Faistnauer.

Südtirol jedenfalls könne es sich nicht leisten, weitere Bergbauernhöfe zu verlieren. Die weitreichenden Folgen würden erst mit der Zeit spürbar werden. “Alle Möglichkeiten müssen unter veränderten Gegebenheiten neu evaluiert werden.” Der Abgeordnete Peter Faistnauer bringt in der kommenden Juni-Landtagswoche einen Vorschlag ein, die rechtliche Grundlage zu schaffen um den Bergbauern die Möglichkeit eines Zuerwerbs über Camping auf dem Bergbauernhof zu ermöglichen.

“Mittels Agri-Camping wäre kurzfristig Hilfe in der schweren Krise durch eine zusätzliche Einnahmequelle zu geringen Kosten und gleichzeitig eine Lösung hinsichtlich der sicherheits- und hygiene-technischen Gefährdung durch das boomende Camper-Wildparken möglich“, so der Abgeordnete Peter Faistnauer.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "“Agri-Camping nachgefragt – Südtirol schaut noch weg”"


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schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
28 Tage 17 h

Das wort gleichberechtigung gibt es nicht mehr der arme jammernde bauer wird immer mehr ermöglicht und natürlich allles steuerfrei 5 ferienwohnungen usw. Ich glaube wenn es schon nicht mehr wortschaftlich ist dann sollen sie es aufgeben, denn einer firma die nicht gewinnbringend ist wird geschlossen mit ausnahmen aber die jammern nicht

Herri
Herri
Grünschnabel
28 Tage 15 h

Ach so….dann sollen wir es aufgeben unsere Landschaft zu pflegen.???

UND DANN?

bern
bern
Universalgelehrter
28 Tage 15 h

@schwarzes Schaf
dein Name ist Programm. Gar nichts ist steuerfrei bei Urlaub am Bauernhof. Die zahlen sogar mehr Steuern als ein vergleichbares Hotel!

falschauer
28 Tage 14 h

@bern

welche fakten belegen deine wahnwitzige aussage? und wer bekommt für jeden furz einen beitrag?

Spencer
Spencer
Tratscher
28 Tage 13 h

@bern
😅😅
woas net wia viel a hotel steuern zohlt, obo des bissl wos a bauer inzohlt, zohlt i mit do einkommensteuer mehr wia de vorwehntn leit. Und kriagn no beiträge. Vorstea net wisose net normal orbatn wia jedor ondore wennse sofflt orme schlucker sein. Ajo tians jo lei als hobby

Cri
Cri
Tratscher
28 Tage 12 h

Falschauer
Also,meine Nachbarin,die alleinerziehende Arbeitnehmerin bekommt : Kindergeld,Stipendium per la figlia,Renzibonus,Familienzulage…hat grad eine Wohnung gebaut…60.000 Euro Beitrag…per quello…seien sie ruhig,denn der Arbeitnehmer darf nicht zuviel arbeiten,sonst kommt er nicht in den Genuss der ganzen ,nennen wir es Unterstützungen…che fregatura…also lassen sie gefälligst die Bauern in Ruhe,die das Dreifache an Stunden arbeiten,als ihre Sippe,altro che…

falschauer
28 Tage 12 h

@Cri

wen und was ich kritisiere das überlasse ruhig mir und wenn du kein beurteilungsvermögen hast dann ist das dein problem, auf dein kauderwelsch kannst du übrigens ruhig verzichten

Spencer
Spencer
Tratscher
28 Tage 10 h

@Cri
komisch ein bauer (also 1 mann, nicht mal angestellte) meiner gemeinde mit urlaub auf dem bauernhof hat sein “hof” renoviert und riesig erweitert. wie kann sich sowas ein “armer” Bauer leisten? Erst recht jetzt bei den preisen. Nicht mal ein Mittelbetrieb wäre dazu in der lage
Und dann noch die frechheit zu behaupten sie arbeiten das 3fache.

bern
bern
Universalgelehrter
28 Tage 3 h

@falschauer werde zum Richtigauer
Lies einfach mal nach:https://www.sbb.it/docs/default-source/dokumenteroterhahn/urlaub-auf-dem-bauernhof—erstinformationen.pdf?sfvrsn=0
Der Bäuerin werden 25% Gewinn unterstellt, darauf muss sie normal Steuern zahlen. Wieviel Gewinn weist ein Südtiroler Hotell aus? 10%……oder doch nur 5%? Dementsprechend weniger Steuern zahlen die Hotels!

falschauer
28 Tage 29 Min

@bern

deine milchmädchenrechnung kannst du einem dilettanten aufschwätzen, aber nicht mir

65Wendi
65Wendi
Grünschnabel
28 Tage 17 h

Sorry ,aber es reicht ,habe heute eine halbe Stunde länger zu meinem Arbeitsplatz gebraucht als sonst,ich weiß von Freunden das sie allein von den Ferienwohnungen leben die sie auf den Hof haben und die zehn Kühe sind Hobby ich gönne den Bauern viel aber so kann es nicht mehr nicht weiter gehen ,es wird einfach zu viel

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
28 Tage 16 h

@65Wendi
🔝👍🏻👏🏻Stimme ich Dir vollkommen zu!Noch mehr Touristen brauchen wir wirklich nicht☝🏼!
Irgendwann ist auch mal genug!🙄😤

So ist das
28 Tage 4 h

Da kann man nur zustimmen, denn es muss auch mal Schluss sein mit der ständigen Finanzierung der Bauernlobby, kaum dass sie jammert

Hausverstand bitte
Hausverstand bitte
Grünschnabel
28 Tage 15 h

Faistnauer sollte zurücktreten!

anonymous
anonymous
Kinig
28 Tage 14 h

Keine Angst,bei den nächsten Wahlen bekommt er die Quittung

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Tratscher
28 Tage 13 h

Ja super ! Jetzt würden die Bauern auch noch Campingplätze auf ihren Höfen betreiben dürfen ? Geht’s noch ?
Man hat Ihnen 1500 m3 dazugeschenkt, 300 € Pro Kuh, Urlaub auf dem Bauernhof, Buschenschank, Ferienwohungen, Steuerfreiheit, geförderte Solaranlagen etc. etc.
Es reicht jetzt langsam !
Wir Bürger dürfen gar nichts mehr, außer Steuern zahlen und uns dann noch dafür von Behörden drangsalieren lassen !

gamer6401
gamer6401
Grünschnabel
28 Tage 12 h

Das Landschaftsbild wird sich in den nächsten Jahren auch ohne Campingfahrzeuge verändern.

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