"Widersprüche im Gesetzesentwurf"

Alto Adige aus Europagesetz gestrichen: Kompatscher rudert zurück

Montag, 14. Oktober 2019 | 15:00 Uhr
Update

Nach dem Protest der italienischen Regierung wegen des Beschlusses des Südtiroler Landtags, in der italienischen Version des Europagesetzes den Begriff “Alto Adige” zu streichen, um ihn mit “Provincia di Bolzano” zu ersetzen, ist Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) am Montag zurückgerudert. Er gab “Widersprüche” im Gesetzesentwurf zu.

“Es gibt keine Vorschrift, die den Begriff ‘Alto Adige’ löscht und das kann auch nicht anders sein, da dieser in der italienischen Verfassung mit Bezug auf die Region Trentino Alto Adige/Südtirol vorgesehen ist, die aus den Provinzen Bozen und Trient besteht”, so Kompatscher in einer Presseaussendung am Montag.

Bei der Debatte im Landtag sei lediglich über die Möglichkeit diskutiert worden, den Begriff “Provinz Bozen” in Bezug auf die Landesvertretung in Brüssel einzuführen. In diesem Fall habe man sich für “Provinz Bozen” entschieden. Dies bedeute jedoch keineswegs die Abschaffung des Begriffes “Alto Adige”. “Es hat sich nichts geändert”, versicherte Kompatscher.

Der Südtiroler Landeshauptmann gab zu, dass es zu “Widersprüchen” in der italienischen Version des Europagesetzes gekommen sei, denn auf Italienisch sei der Begriff “Provincia di Bolzano” und in der deutschen Version der Begriff Südtirol verwendet worden. Er habe bei der Debatte im Landtag gebeten, dass es in Zukunft zu einer Einigung bezüglich des korrekten Gebrauchs der Begriffe komme. In Bezug auf Institutionen müsse man von “Provincia di Bolzano” auf Italienisch und von “Provinz Bozen” auf Deutsch sprechen. “Wenn wir uns auf das Gebiet beziehen, sprechen wir von Alto Adige auf Italienisch und von Südtirol auf Deutsch”.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Mehr zu diesem Thema
STF fordert den Begriff „Sudtirolo“
„Alto Adige“ gestrichen – und nun?
14. Oktober 2019 | 12:22
"Ich bin Südtiroler und nicht ein Einwohner des Alto Adige"
Alto Adige aus Europagesetz gestrichen: Messner zeigt Verständnis
14. Oktober 2019 | 11:40