Charkiw massiv zerstört

Amnesty: Russland setzte in Charkiw Streumunition ein

Montag, 13. Juni 2022 | 07:26 Uhr

In der ukrainischen Stadt Charkiw haben russische Truppen laut Amnesty International durch unterschiedslosen Beschuss mit weithin verbotener Streumunition und ungenau abgefeuerten Raketen Hunderte Zivilpersonen getötet. In ihrem Bericht dokumentiert die Menschenrechtsorganisation, wie die russische Armee seit Beginn der Ukraine-Invasion Ende Februar durch den unablässigen Beschuss von Wohngegenden für Tod und Zerstörung sorgen.

So habe man durch umfassende Recherche Beweise dafür gefunden, dass russische Truppen wiederholt Streumunition des Typs 9N210/9N235 sowie Streuminen eingesetzt hätten, so Amnesty. Beide Munitionstypen sind wegen ihrer sogenannten Unterschiedslosigkeit völkerrechtlich verboten.

Der Leiter der medizinischen Abteilung der militärischen Regionalverwaltung in Charkiw sagte Amnesty International, dass in der Region Charkiw seit Ausbruch des Kriegs 606 Zivilpersonen getötet und 1.248 verletzt worden seien. Die meisten der von Amnesty International untersuchten Angriffe führten in einem großen Radius zu zahlreichen Todesfällen. “Menschen wurden zuhause und auf der Straße, auf Spielplätzen und auf Friedhöfen, beim Anstehen für Hilfslieferungen und beim Einkaufen von Nahrungsmitteln oder Medikamenten getötet”, erklärte Donatella Rovera, Amnesty-Expertin für Recherche in Krisengebieten.

“Der wiederholte Einsatz von weithin verbotener Streumunition ist schockierend und zeugt von absoluter Verachtung gegenüber dem Leben von Zivilpersonen. Die russischen Truppen, die für diese furchtbaren Angriffe verantwortlich sind, müssen zur Rechenschaft gezogen und die Betroffenen und ihre Angehörigen vollumfänglich entschädigt werden”, fordert Rovera weiter.

Russland ist zwar weder dem Übereinkommen über Streumunition noch dem Antipersonenminen-Übereinkommen beigetreten, doch das humanitäre Völkerrecht verbietet sowohl willkürliche Angriffe als auch den Einsatz von Waffen, die ihrer Natur nach unterschiedslos sind. Willkürliche Angriffe, die zu Toten oder Verletzten in der Zivilbevölkerung führen oder zivile Objekte beschädigen, seien als Kriegsverbrechen zu betrachten, so die Forderung von Amnesty International.

Laut dem aktuellen Amnesty-Bericht beschossen russische Truppen am Nachmittag des 15. April die Gegend um die Myru-Straße im Bezirk Industrialnyi mit Streumunition. Mindestens neun Zivilpersonen seien dabei getötet und mehr als 35 verletzt worden, darunter auch mehrere Kinder. Ärzte der Stadtklinik Nr. 25 in Charkiw zeigten Amnesty International Metallsplitter, die sie aus dem Körper ihrer Patienten entfernt hatten; einige davon konnten eindeutig Streumunition vom Typ 9N210/9N235 zugeordnet werden.

Auch die 41-jährige Oksana Litvynyenko sei bei einem Spielplatzbesuch mit ihrem Mann Ivan und ihrer vierjährigen Tochter durch explodierende Streumunition schwer verletzt worden. Granatsplitter seien in ihren Rücken, ihre Brust und ihren Bauch eingedrungen und hätten ihre Lunge und ihr Rückgrat durchbohrt, so Amnesty. Mitarbeiter von Amnesty International fanden auf dem Spielplatz Metallteile und andere Bestandteile, die eindeutig von Streumunition des Typs 9N210/9N235 stammen. Zunächst sei unklar gewesen, ob sie jemals wieder sprechen oder laufen können werde, berichtete ihr Mann. Nach über einem Monat auf der Intensivstation habe sich der Zustand der 41-Jährigen mittlerweile aber etwas verbessert.

Von: apa

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12 Kommentare auf "Amnesty: Russland setzte in Charkiw Streumunition ein"


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Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Superredner
14 Tage 9 h

Russische Soldaten
sind Mörder, Vergewaltiger und Diebe!

Doolin
Doolin
Kinig
14 Tage 6 h

…Streumunition ist Kriegsverbrechen…

Philingus
Philingus
Tratscher
14 Tage 3 h

Nein, das ist doch nur die „neue Realität “, wie hier mache Kommentare zeigen. Willkommen im Putin-Reich. Im Todesschwarz und Kreml-Nazi-Braun. Bunt und vielfältig ist out. Gestreut werden nur noch Bomben. Keine Meinungen. Das ist das wahrhafte NEUE. Danke Wladi!

Dagobert
Dagobert
Kinig
14 Tage 4 h

Vo dei bestialischen Russn zählt lei Landgewinn!
A Menschnlebm, ob 1 Johr olt oder 99 Johr isch in dei feign Mörder egal und vo de gonzn Viechr wos do entn a qualvoll verendn rednmr gor nit! 🤮🤮

DontbealooserbeaSchmuser
14 Tage 3 h

Etwas mehr Respekt den ukrainischen Soldaten gegenüber, bitte!

Sie werden zwar von Selenskyj in den Tod geschickt, deshalb darf man ihnen aber nicht die Menschlichkeit absprechen!

Grantelbart
Grantelbart
Universalgelehrter
14 Tage 2 h

@dontbe:
Ja Soldaten werden in den Krieg geschickt um zu verhindern, dass die Bevölkerung willkürlich über den Haufen gebombt wird.

Philingus
Philingus
Tratscher
14 Tage 11 Min

@DontbealooserbeaSchmuser : Wow: ich bin erstaunt, wie fantasievoll sie hier die Tatsachen verdrehen und den Kriegsverbrecher Putin schützen wollen. Klappt nicht: Putin’s Brutal-Soldateska hat in seinem Auftrag ein friedliches Land überfallen. Der Tod und das Elend kommt im Auftrag des Wahnsinnigen im Kreml. Der ukrainische Präsident verteidigt die Freiheit seines Landes und das machen die ukrainischen Soldaten/Innen auch. Und das freiwillig. Im Gegensatz zur Russen-Armee. Die werden gezwungen und verheizt. Im Auftrag ihres Führers Putin.

DontbealooserbeaSchmuser
13 Tage 19 h

@Philungus mir ging es um die Beleidigung der ukrainischen Soldaten als “de gonzn Viechr”

Viele von ihnen kämpfen nicht freiwillig.
Selenskyj hat schon Ende Februar die allgemeine Mobilmachung angeordnet.
Männer unter 60 wurden an der Grenze aus den Flüchtlingszügen gezerrt, von ihren Familien getrennt und an die Front geschickt!
Die sind genauso zu bedauern, wie die Zivilisten, welche durch die Sturheit der ukrainischen Politik immer noch im Kriegsgebiet leben …

Superfuchs
Superfuchs
Neuling
14 Tage 5 h

Wisst ihr was? Das einzige was wirklich den Krieg beenden würde ist, dass due NATO eingreifen sollte. Das ist nucht mehr zu akzeptieren, dass die Russen diese verbotenen Waffen einsetzt

wayan
wayan
Grünschnabel
14 Tage 2 h

solche berichte wegen Streumunition bleibn lossn Weil sowohl Russland als auch die USA U viele ondre Nationen Streumunition net als illegitim betrochtn und bewerten..

U wos a berichtet werden sollte, die Nato mit ihren Woffenlieferungen tragen nur zur Eskalation des Konfliktes bei, spielt in die Hände der USA,aber keineswegs zu Gunsten europas

OrtlerNord
OrtlerNord
Tratscher
13 Tage 22 h

wayan….
Viel dümmer und verlogener geht’s kaum.
Das Thema heißt Ukraine, und da ist der Kriegsverbrecher Putin mit seinen Schlachter am Werk.

OrB
OrB
Universalgelehrter
14 Tage 2 h

Die ganze Welt schimpft über Russland, aber wir sind nicht imstande den Verbrechern den Hahn abzudrehen.

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