Man beruft sich auf eine "Sicherheitsquelle"

Angreifer von Marseille vor der Tat in Polizeigewahrsam

Montag, 02. Oktober 2017 | 18:56 Uhr

Der Messerangreifer von Marseille ist zwei Tage vor der Attacke von der Polizei festgenommen worden und hat sich dabei als Tunesier ausgewiesen. Er sei am Freitag wegen Ladendiebstahls in Lyon in Gewahrsam genommen worden, sagte der Anti-Terror-Staatsanwalt Francois Molins am Montag in Paris. Dabei habe er einen tunesischen Pass vorgelegt, wonach er 29 Jahre alt wäre.

Die Ermittlungen seien dann aber eingestellt und der Mann am Samstag wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die örtliche Präfektur sei “nicht in der Lage gewesen”, die Ausweisung des Mannes aus Frankreich anzuordnen, sagte Molins. Laut französischen Medienberichten soll der Mann keine Aufenthaltsberechtigung gehabt haben. Der prominente konservative Abgeordnete Eric Ciotti forderte vom Innenminister eine Erklärung, warum der Mann nicht festgehalten und abgeschoben wurde.

Molins Behörde hatte die Ermittlungen übernommen, nachdem der Mann am Sonntag am Bahnhof Saint-Charles zwei Frauen mit einem Messer umgebracht hatte. Die beiden Opfer waren Cousinen, wie der Staatsanwalt bestätigte. Laut Medienberichten sollen sie Anfang 20 gewesen sein.

Der Angreifer wurde von Soldaten erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Tat für sich. Ob es tatsächlich ein Terroranschlag war, blieb aber zunächst unklar. Molins begründete die Entscheidung, wegen Terrorverdachts zu ermitteln, mit dem Vorgehen des Mannes, der laut Zeugenaussagen auf Arabisch “Gott ist groß” gerufen hatte.

Molins sagte, es werde nun überprüft, ob der in Lyon vorgelegte Pass echt sei. Der Mann war dem Staatsanwalt zufolge in der Vergangenheit unter sieben Identitäten aufgefallen. Den für Terrorismus zuständigen Behörden war er jedoch unbekannt, er habe auch keine Vorstrafe gehabt. Nach der Festnahme am Freitag hatte der Mann angegeben, obdachlos in Lyon zu leben und Drogen zu konsumieren.

Frankreich wird seit gut zweieinhalb Jahren von einer beispiellosen islamistischen Terrorserie erschüttert. 239 Menschen wurden seit Anfang 2015 ermordet, dabei ist die Attacke vom Sonntag nicht mitgerechnet.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte in einem Kondolenztelegramm an Präsident Emmanuel Macron “große Betroffenheit”. “Erneut wurden unschuldige Menschen zum Opfer einer barbarischen Attacke eines Einzelnen”, schrieb Merkel. Sie bleibe fest davon überzeugt, “dass unsere Freiheit und unsere Art des friedlichen und respektvollen Zusammenlebens stärker sind als jeder Hass.”

Die Bürgermeisterin von Paris kündigte an, in der Nacht zum Dienstag aus Solidarität mit den Opfern der Attacken von Marseille und Las Vegas die Beleuchtung des Eiffelturms abzuschalten.

Von: APA/ag.

Kommentare

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10 Kommentare auf "Angreifer von Marseille vor der Tat in Polizeigewahrsam"


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Lana77
Lana77
Tratscher
14 Tage 22 h

Des sein Mander! Unschuldige Frauen feige ungreifn. Und soueppes nennt sich “Gotteskrieger” Wenn der IS lai mear sette orme Wirstlen af Loger hot, nor gibs den Verein fe Waschloppn und Feiglinge sowiso nimmer long!

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
14 Tage 16 h

…feige Schweine im Namen Allahs…

witschi
witschi
Universalgelehrter
14 Tage 14 h

@Dublin, das zweite wort trifft am besten zu

Tabernakel
14 Tage 7 h

@witschi

razorback
razorback
Tratscher
13 Tage 23 h

@Tabernakel bist ja krank.

witschi
witschi
Universalgelehrter
14 Tage 20 h

frankreich wird hart durchgreifen, sehr hart. ich freue mich

Tabernakel
14 Tage 5 h

TF1
TF1
Grünschnabel
14 Tage 20 h

Ausländer mit Vorstrofnregister sofort Hoam schickn!

Schlernhex
Schlernhex
Grünschnabel
14 Tage 9 h

Ungeheuerlich, was da abgeht. Und das Schema ist immer dasselbe oder ähnlich. Menschen aus der Menge in den Tod reißen. Panik verbreiten. Die Gesetzte und Rechte werden allerdings für die Zivilbevölkerung eingeschränkt – als wäre es ein Massenproblem. Die Strippenzieher werden wir noch kennenlernen. Einschüchterung ganzer Völker, um dann tun und lassen zu können, was man will. 

Schnuggi
Schnuggi
Grünschnabel
13 Tage 17 h

Hier sieht man wieder einmal wie oberflächlich und nachlässig die Jutiz und Gericht gehandelt haben . Die tragen eindeutig die volle Verantwortung und Schuld für diese Morde !!!

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