Regierungschef Turnbull sprach von mehreren Razzien

Anschlag auf Flugzeug in Australien vereitelt

Sonntag, 30. Juli 2017 | 10:12 Uhr

Die australischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen Anschlag auf ein Flugzeug vereitelt. Durch eine Anti-Terror-Razzia am Vortag sei ein “terroristischer Plan, ein Flugzeug zum Absturz zu bringen”, durchkreuzt worden, sagte Premierminister Malcolm Turnbull am Sonntag.

An allen großen Flughäfen des Landes wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Die geplante Tat hatte nach Angaben der Polizei offenbar einen islamistischen Hintergrund.

Bei den Durchsuchungen in Sydney hatte die australische Polizei am Samstag vier Verdächtige festgenommen. Es sei nicht von einem Einzeltäter, sondern von einem “ausgearbeiteten” Anschlagsplan auszugehen, sagte Turnbull.

“Wir glauben, dass es sich um islamistisch motivierten Terrorismus handelt”, sagte Bundespolizeichef Andrew Colvin. Die australischen Behörden hätten “glaubhafte Informationen” von ausländischen Geheimdiensten erhalten, wonach eine Gruppe in Sydney einen Anschlag mit einem selbst gebauten Sprengsatz geplant habe.

Nach Angaben des Senders ABC wurde bei den Durchsuchungen in Sydney Material zum Bau einer Bombe sichergestellt. Demnach wollten die Täter den Sprengsatz an Bord eines Flugzeugs schmuggeln und ihn dort zünden.

Die Behörden machten zunächst keine Angaben dazu, ob sich die mutmaßlichen Anschlagspläne gegen einen Inlandsflug oder eine internationale Verbindung richteten. Die Zeitung “Daily Telegraph” aus Sydney berichtete, Ziel sei ein Inlandsflug gewesen.

Reisende wurden aufgerufen, sich mindestens zwei Stunden vor ihrem Inlandsflug am Flughafen für die Sicherheitskontrollen einzufinden. Wer ins Ausland reisen wollte, sollte noch eine Stunde früher zum Terminal kommen. Es handle sich um “Vorsichtsmaßnahmen”, erklärte die Fluglinie Virgin Australia. Es gebe keinen Grund zur Sorge.

Australien ist zunehmend alarmiert angesichts möglicher Anschläge durch Einzeltäter, die sich von Gruppen wie der Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) inspiriert fühlen. Zudem warnen die australischen Behörden vor Anschlägen durch immer jüngere potenzielle Attentäter.

In Australien gilt seit September 2014 eine erhöhte Terrorwarnstufe. Seitdem verschärfte die Regierung die Anti-Terror-Gesetze. Die Behörden verhinderten nach eigenen Angaben bis zum Samstag zwölf Anschläge, mehr als 60 Verdächtige wurden angeklagt. Fünf Anschläge konnten nicht vereitelt werden.

Von: APA/dpa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Anschlag auf Flugzeug in Australien vereitelt"


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speckbrot
speckbrot
Tratscher
17 Tage 23 h

Wenigstens haben sie jetzt die Grenzen zu. Trump geht denselben Weg. Und die westeuropäischen Völker wählen sich ihre Schlächter..

Neumi
Neumi
Superredner
17 Tage 21 h

Was meinst du mit “jetzt”? Du weißt schon, dass es um Australien geht?

matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
17 Tage 19 h

“Trump geht denselben Weg” 

haha ja und ist damit so unglaublich erfolgreich, nicht wahr? 🙂 
Tja, manche Leute stehen halt auf Nebelkerzen

Tabernakel
17 Tage 19 h

@Neumi
Das ist ihm egal. Auswendig gelernten Blödsinn wiedergeben und damit angeben wollen.

traktor
traktor
Superredner
17 Tage 21 h

terroristen bedingungslos ausrotten!!
ohne prozess .

Tabernakel
17 Tage 19 h

traktoren bedingungslos ausrotten!! ohne prozess.

zombie1969
zombie1969
Superredner
17 Tage 15 h
Australien hat seit einigen Jahren mit sehr konservativen islamischen Gemeinden zu kämpfen, die offen dafür eintreten, die Gesellschaft in islamischer Weise zu verändern. Natürlich kann man die Terroristen ins Gefängnis stecken und wachsam sein. Dem Problem auf den Grund gehen wird man wohl nur, wenn man sich mit den islamistischen Muslimen gesellschaftlich auseinandersetzt, ihre brutale und primitive Denkweise öffentlich diskutiert und schliesslich Gesetzte erlässt, die die Verbreitung dieser Ideologie eindämmen. Ayan Hisri Ali musste ihre letzte Vortragsreise nach Australien wegen Morddrohungen abbrechen. Leider gibt es im gemässigten muslimischen Umfeld zu viele Menschen, die öffentliche Kritik am Islam verurteilen und den… Weiterlesen »
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