Syrischer Präsident Assad strebt Wiederwahl an

Assad darf bei syrischer Präsidentenwahl antreten

Montag, 03. Mai 2021 | 14:53 Uhr

Im seit Jahren umkämpften Syrien läuft bei der Präsidentenwahl Ende Mai alles auf einen Sieg von Amtsinhaber Bashar al-Assad hinaus. Das Verfassungsgericht genehmigte am Montag wie erwartet seine Bewerbung für die Wahl am 26. Mai. Zwar wurden auch zwei weitere Kandidaten zugelassen. Beobachter haben angesichts der autoritären Herrschaft des Amtsinhabers aber keine Zweifel, dass er zum Wahlsieger ausgerufen werden und in eine vierte Amtszeit gehen wird.

Insgesamt haben 44 Männer und sieben Frauen ihre Bewerbung eingereicht. Die meisten hätten nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllt, sagte der Präsident des Verfassungsgerichts, Jihad al-Lahham. Gegen Assad kandidieren dürfen somit dnuernur frühere Parlamentsabgeordnete und Staatsminister Abdullah Sallum Abdullah sowie Mahmud Mari, der zur von der Regierung geduldeten innersyrischen Opposition gehört. Beide gelten jedoch nur als Zählkandidaten. Bei der staatlich gelenkten Abstimmung erwarten Beobachter eine große Mehrheit für Assad.

Bashar al-Assad regiert das Land seit dem Jahr 2000. Er hatte die Herrschaft von seinem Vater übernommen, der 1970 über einen Putsch an die Macht gekommen war.

Die USA und die syrische Opposition haben die geplante Wahl bereits im Vorfeld als “Farce” bezeichnet. Vertreter der Vereinten Nationen hatten erklärt, sie entspreche nicht den Resolutionen des Sicherheitsrats, die einen politischen Prozess zur Beendigung des Syrien-Konflikts, eine neue Verfassung sowie einen transparenten Urnengang unter UNO-Aufsicht vorsehen.

2011 kam es in Syrien zu einem Bürgerkrieg, dessen Ausgang lange unklar war. In den vergangenen Jahren hat Assad vor allem mit militärischer Unterstützung Russlands aber große Teile des Landes zurückerobern können, die zuvor an Aufständische gefallen waren. In dem Konflikt wurden geschätzt mehr als eine halbe Million Menschen getötet und viele Millionen in die Flucht getrieben.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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8 Kommentare auf "Assad darf bei syrischer Präsidentenwahl antreten"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
5 Tage 14 h

Habe nichts anderes erwartet, ein Freund Putins durch ihn ist er noch immer an der Macht, Diktator

Peerion
Peerion
Tratscher
5 Tage 13 h
Man muss sich klarmachen, dass brutale Regierungen wie die von B. al-Assad in dieser Region absolut genau gleich sind. Das gilt für den Iran, das gilt für KSA, die Emirate, und das gilt für Ägypten und inzwischen auch für die Türkei. Alle Versuche solche Regierungen zu stürzen müssen zu Bürgerkriegen führen, weil diese sich natürlich nicht friedlich beseitigen lassen. Die westlichen Länder haben insofern versagt, als sie Leute unterstützt haben, die keinen Deut besser waren als B. al-Assad. Denn alle Oppositionellen sind heute praktisch von Terroristen durchsetzt oder sind selbst Touristengruppen. Es gibt in diesen Regionen keine echte demokratische Opposition.Und… Weiterlesen »
olli
olli
Grünschnabel
5 Tage 13 h

Darf?

Was werden die syrischen Verfassungsrichter wohl machen?

Nein sagen könnte sie schon, aber dann…….

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
5 Tage 13 h

Nur ein schlechter Diktator stellt sich einer Wahl. Oder er ist kein Diktator.

Doolin
Doolin
Superredner
5 Tage 10 h

…wer ihn nicht wählt, spielt mit dem Leben…
🤭

quilombo
quilombo
Tratscher
5 Tage 5 h

Blödsinn. Bei den letzten Wahlen waren über 250 Wahlbeobachter aus über 100 Staaten der Welt anwesend, auch aus Europa und der UE. Alle haben ausnahmslos bescheinigt, daß die Wahlen absolut frei und demokratisch waren.

Look_at_Yourself
4 Tage 21 h

Assad darf bei syrischer Präsidentenwahl antreten.
Hat es ihm sein Herr und Meister erlaubt?

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
4 Tage 15 h

quilombo@ wirklich jeder hätte heute die Möglichkeit sich über die Fakten zum Syrienkrieg und Assad zu informieren, leider ist die öffentliche Berichterstattung aus irgend einem Grund sehr einseitig und auf einem Auge blind.

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