Bashar al-Assad sieht Franzosen als Kriegstreiber

Assad weist französische Friedensvermittlung zurück

Dienstag, 19. Dezember 2017 | 15:31 Uhr

Der syrische Präsident Bashar al-Assad spricht Frankreich jegliche Legitimation für eine Friedensvermittlung in seinem Land ab. “Jene, die Terrorismus unterstützen, haben kein Recht über Frieden zu sprechen”, erklärte der Staatschef. Er warf Frankreich vor, seit den ersten Tagen des vor sechs Jahren ausgebrochenen Bürgerkriegs “Blut an den Händen” zu haben.

Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian erklärte am Dienstag am Rande eines USA-Besuchs, Frankreich lasse sich nicht von einem Mann belehren, der Tausende militante Islamisten aus der Haft entlassen habe, um den Krieg anzufachen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Anfang 2018 Initiativen ergreifen, um Friedensgespräche in Gang zu bringen. Alle Seiten seien dazu eingeladen, auch Assad, hatte Macron erklärt.

Bisher hatten westliche Staaten die Devise ausgegeben, ein Ende der Kämpfe sei nur ohne Assad vorstellbar. Der französische Präsident ließ offen, in welchem Verhältnis der von ihm angekündigte Vorstoß zu bereits laufenden Friedensbemühungen unter Leitung der UN stehen sollen.

Von: APA/ag.