Aufregung um Anti-Kurz-Videos

Aufregung um Negativ-Videos der SPÖ gegen Kurz

Samstag, 09. September 2017 | 11:48 Uhr

Wieder einmal sorgen Videos für Aufregung im Wahlkampf. Laut “profil” hat die SPÖ Anti-Sebastian-Kurz-Videos produzieren lassen. Die Sozialdemokraten orten nun “Datenklau” und wollen alle rechtlichen Mittel dagegen prüfen. Die Video sind offenbar in Abstimmung mit dem damaligen SPÖ-Berater Tal Silberstein erstellt worden. Die Sozialdemokraten distanzieren sich nun weiter von Silberstein.

Wie “profil” vorliegende Unterlagen zeigten, habe die Wiener Werbeagentur GGK MullenLowe im Auftrag der SPÖ Videos gestaltet, die sich gegen Kurz richten, berichtet das Magazin. Eines davon wurde zunächst auf der – anfangs von der SPÖ unterstützten, mittlerweile aber stillgelegten – Seite politiknews.at verbreitet und ist mittlerweile auf der rechtslastigen Facebook-Seite “Die Wahrheit über Sebastian Kurz” abrufbar.

Der Chef von GGK MullenLowe, Michael Kapfer, bestätigt gegenüber “profil” die Produktion der Videos. Diese seien laut Kapfer in Abstimmung mit Silberstein nur für den internen Gebrauch in Fokus-Gruppen erstellt worden. Für die Veröffentlichung eines Videos sei man nicht verantwortlich.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler beteuerte, dass die Videos von der SPÖ “nicht direkt” beauftragt worden seien. Silberstein, nach seiner zwischenzeitlichen Festnahme in Israel von der SPÖ mittlerweile gefeuert, soll verschiedenste Konzepte entworfen habe, um diese in Fokusguppen abzutesten. Dass nun Korrespondenzen zwischen der Agentur und der SPÖ-Kampagne bei Journalisten aufgetaucht seien, sei ein deutlicher Beleg, dass immer wieder versucht werde, Details der SPÖ-Kampagne auf allen Wegen in Erfahrung zu bringen: “Hacken und interne Daten missbräuchlich zu verwenden, ist aber kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verbrechen.”

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer betonte erneut, dass die SPÖ das Geschäftsverhältnis mit Silberstein aufgekündigt habe: “Und wir haben uns auch ganz klar dazu entschieden, einen sauberen Wahlkampf mit einer harten, aber fairen inhaltlichen Konfrontation zu suchen.” Die SPÖ betonte zudem am Samstag neuerlich, dass sie nicht für Dirty Campaigning stehe.

Die Volkspartei fordert hingegen die SPÖ auf, ihr “Dirty Campaigning” gegen Kurz zu beenden. Generalsekretärin Elisabeth Köstinger erklärte, die Agentur, die die Videos hergestellt hat, sei die Wahlkampf-Agentur der SPÖ. Daher verstehe sie nicht, was die SPÖ meine, wenn sie sage, sie hätte die Videos nicht direkt beauftragt.

Ein “peinliches Schmierentheater” von Rot und Schwarz erkennt wiederum FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl und stellt “SPÖ-Hassvideos” und “Frontalkuscheln” zwischen den Ministern Sebastian Kurz (ÖVP) und Hans Peter Doskozil (SPÖ) nebeneinander. Kickl ist überzeugt, dass eine Neuauflage von Schwarz-Rot unmittelbar bevorstehe.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Aufregung um Negativ-Videos der SPÖ gegen Kurz"


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Tabernakel
16 Tage 23 h

Gegen den Faschisten ist das o.k.

enkedu
enkedu
Universalgelehrter
17 Tage 3 h

österreichischer wahlkampf….. hoffentlich derzählen sie wenigsten dann die stimmen sonst wählen sie wieder zweimal.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
16 Tage 1 h

Die Sorge ist berechtigt, verfügen doch nur 8,4% der 16- bis 65-Jährigen in Österreich verfügen über hohe Lesekompetenz (statistik.at)

Tabernakel
16 Tage 33 Min

@ivo815
Dumpfe Parolen lernen die auswendig. witschi und Languste vorneweg.

Lingustar
Lingustar
Superredner
15 Tage 5 h

@Tabernakel Und dummes und hohles Gelabere abzusondern, bist Du und Ivo815 gaaaaanz weit vorne, was eure Statistiken ja auch eindrucksvoll beweisen.

Lingustar
Lingustar
Superredner
15 Tage 5 h

Da haben die roten Socken in Österreich aber ganz schön die Hosen voll….
Aber der Name ist ja da schon Programm “Link” und hinterfotzig!

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