Das Islamische Zentrum war bereits zuvor in die Schlagzeilen geraten

Aufregung um Video von Islamischem Zentrum über Homosexuelle

Freitag, 19. April 2019 | 15:37 Uhr

In einem YouTube-Video auf dem Kanal des Islamischen Zentrums in Wien-Floridsdorf wurde behauptet, dass “Homosexualität das Ende der Menschheit” bedeutet. ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer bezeichnete dieses Video als “völlig inakzeptabel”. Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, möchte das Gespräch mit dem Islamischen Zentrum suchen.

In dem inzwischen wieder gelöschten Video des Islamischen Zentrum Imam Ali (IZIA Wien) wird in bunten Zeichentrickgrafiken gezeigt, dass Homosexualität falsch und gleichgeschlechtliche Ehen schlecht für den Fortbestand der Menschheit seien, berichteten die Gratiszeitung “Heute” und orf.at am Freitag. In dem Video wird auf die vermeintliche Verkommenheit der westlichen Gesellschaft hingewiesen. Es wird suggeriert, das Homosexualität falsch sei und eine Gesellschaft mit gleichgeschlechtlichen Paaren keine Zukunft habe.

Das Islamische Zentrum befindet sich auf einem Grundstück des Staates Iran in Wien-Floridsdorf. Das Zentrum war zuletzt auch wegen des angeblichen Betriebs einer Moschee, was im Gewerbegebiet nicht erlaubt ist, in die Schlagzeilen geraten. In der zuständigen iranischen Botschaft war auf Anfrage der APA am Freitag keine Stellungnahme dazu zu bekommen.

ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer bezeichnete den Videoclip als “völlig inakzeptabel, noch dazu wenn sich das Video gezielt an Kinder richtet”. In einer Aussendung betonte der ÖVP-Integrationssprecher: “Hetze gegen Homosexuelle hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Sollte das Video tatsächlich vom Islamzentrum stammen, forderte Nehammer die Islamische Glaubensgemeinschaft auf, diese Vorgänge aufzuklären und ihnen ein Ende zu setzen. Derartige Aktionen würden nichts zu einem friedvolle und respektvollen Miteinander beitragen, “genauso wie das im Video scheinbar gelobte Kinderkopftuch”.

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), Ümit Vural, reagierte am Freitag auf die Aufregung rund um das YouTube-Video. Er möchte das Gespräch mit dem Islamischen Zentrum suchen. Homophobie sei genau so abzulehnen wie Islamophobie, sagte Vural in einer Aussendung.

“Angehörige von Minderheiten und dazu gehören bei uns in Österreich auch homosexuelle Menschen haben ein Anrecht auf Schutz und Wahrung ihrer Würde. Die Basis für unser friedliches Zusammenleben ist und bleibt die Toleranz einander gegenüber”, erklärte Vural, der betonte, dass er das Video nicht sehen konnte, weil es bereits vom Netz genommen worden ist.

Vural verwies darauf, dass das auf einem Grundstück des Staates Iran in Wien-Floridsdorf befindliche Islamische Zentrum Imam Ali Teil der Schiitischen Kultusgemeinde sei, die sich der IGGÖ anschließen wolle, doch deren Antrag auf Gründung vom Kultusamt abgelehnt worden sei. “Daher bleibt die Schiitische Kultusgemeinde in einem rechtlichen Nirvana gefangen und ihre endgültige Integration in die IGGÖ wird behindert. Dennoch betrachten wir die schiitischen Geschwister als integralen Teil der IGGÖ und werden in dieser Causa das Gespräch suchen”, kündigte Vural an.

Von: apa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Aufregung um Video von Islamischem Zentrum über Homosexuelle"


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george
george
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Ich glaube 2000 Jahre sind einfach zu wenig, um zu hoffen dass sich die absurden Unterdrückungsmechanismen von Religion und Tradition dorthin vertschüssen wo sie hin gehören, in die Rumpelkammer der Geschichte.

Staenkerer
1 Monat 5 Tage

traditionen sind wie straßenlaternen, sie erhellen den weg, aber nur besoffene klammern sich daran!
i bin der überzeugung das es ba de religionen genau so isch, lei sein sem de lompn hin!

Habedeis
Habedeis
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Wenn ich nicht wüsste das ich im Jahre 2019 lebe,ich würde es nicht glauben.

Daktari
Daktari
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

diese Menschen zu Integrieren , niemals werden diese Muslime sich integrieren lassen , da könnt ihr tun was ihr wollt , auch Rechtsextreme sind nicht besser

Staenkerer
1 Monat 5 Tage

wie soll man menschen integriern de zwor de westlichen vorteile nützn ober de hort erkämpften werte mit füße tretn?
wie solln menschen in fortschrittlichen ländern integriern de den vortschritt zu ihre gunsten ausnutzn, jo ssogor moanen das sie a recht hobn olles zu kriegn, ober im mittelolter steckn gebliebn sein und olle überzeugn welln das des es richtige isch?
oans von de beiden welten werd sich unpassn müßen, i hoff de westlichen länder wochn entlich auf und treffn de richtige entscheidung, welche es sein soll…

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