Smog hüllt Los Angeles ein

Ausstieg der USA aus Pariser Klimaschutz-Abkommen in Kraft

Mittwoch, 04. November 2020 | 06:17 Uhr

Die USA sind nicht mehr Mitglied des Klimaabkommens von Paris. Die Kündigung trat am Mittwoch um Mitternacht New Yorker Ortszeit in Kraft, wie das UN-Klimasekretariat zuvor erklärt hatte – vier Jahre, nachdem die historische Vereinbarung zur Begrenzung des Klimawandels in Kraft getreten ist, und ein Jahr nach der formellen Austrittserklärung der US-Regierung. Die USA sind das erste und bisher einzige Land, das das Klimaabkommen verlassen hat.

2015 hatte sich die Weltgemeinschaft bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Paris darauf geeinigt, den Klimawandel auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Ein Jahr später hatten bereits ausreichend Staaten das Abkommen ratifiziert, sodass es in Kraft treten konnte. Bestimmte Details zur Umsetzung werden bis heute verhandelt, aber im Großen und Ganzen stehen die Regeln.

Bisher reichen die Pläne der Staaten für das Einsparen von Treibhausgasen aber noch längst nicht aus, um das Zwei-Grad-Ziel zu schaffen. Die Folgen der Klimakrise sind bereits weltweit spürbar – dazu gehören etwa ein Anstieg der Meeresspiegel, ein höheres Risiko von Dürren, Hitzewellen, schweren Stürmen und Überschwemmungen, aber auch das Abschmelzen von Gletschern und der Eisflächen an den Polen oder das Absterben von Korallenriffen.

US-Präsident Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt im Jänner 2017 viele politischen Vorgaben zum Klima- und Umweltschutz rückgängig gemacht. Trumps Herausforderer Joe Biden hatte dagegen angekündigt, dem Pariser Klimaabkommen wieder beizutreten und das Ziel zu verankern, die US-Wirtschaft bis 2050 klimaneutral zu machen – das heißt, dass unterm Strich keine zusätzlichen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen. Auch die Europäische Union will bis 2050 klimaneutral werden.

Von: APA/ag.

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

10 Kommentare auf "Ausstieg der USA aus Pariser Klimaschutz-Abkommen in Kraft"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
26 Tage 21 h

In Mailand gibt es auch Smog, obwohl Italien nicht aus dem Abkommen gestiegen ist.

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
26 Tage 10 h

Herr lass ….. den Spruch kennt man ja … passt recht gut.
In den USA sterben deutlich mehr Menschen an Schusswaffen, dennoch sanktionieren und kontrollieren sie nicht den Verkauf von Waffen wie in Europa.
Bescheuerter Vergleich, oder?

toeeuni
toeeuni
Superredner
26 Tage 9 h

@M_Kofler ja wirklich. denn schusswaffen sind deren verfassungsrecht, und du experte willst den US bürgern wohl nicht deren “gottgegebene” verfassung absprechen?
das klimabkommen unterschreibt jeder, aber einhalten kanns kaum einer.

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
26 Tage 8 h
toeenui haha die “gottgegebene” Verfassung, alles klar 🙂 aber spannend, was du alles hier so behauptest; ich würde den Amerikanern die Verfassung absprechen, sehr interessant. das kommt davon, wenn man die Antwort schon vorgefertigt parat hat und deshalb Kommentare nicht mal wirklich liest. Es zeigt aber sehr gut, wie gut du meinen Vergleich verstanden hast; aber ich nehme an das möchtest du gar nicht!? aber das ist ja dein gutes Recht. Am Ende: danke für das Kompliment; ich würde mich auf keinen Fall als Experte sehen, ich informiere mich halt gerne; aber wenn das aus deinem Mund kommt, nehme ich… Weiterlesen »
65xzensiert
65xzensiert
Tratscher
26 Tage 10 h

Was ist mit China, Indien usw? Die haben eine Luft wie aus einem uralt- Diesel, sodass man nicht mal 20 m weit sieht, und niemand kümmerts..

Neumi
Neumi
Kinig
26 Tage 8 h

Über Indien kann ich nicht viel sagen, aber in China gibt’s beide Extreme. Neben den übelsten Dreckslöchern haben sie auch die saubersten Städte, die man sich vorstellen kann.

meinungs.freiheit
meinungs.freiheit
Superredner
26 Tage 10 h

Das Klimaschutzabkommen beschehrt gewaltige Kosten und ob die schlechte Luft in Städten und Talsohle vermieden wird ist zweifelhaft.
Es sollten Regional passende Vorraussetzungen geschaffen werden um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

sophie
sophie
Superredner
26 Tage 9 h

Sollte Trump heute gewinnen dann wirds noch schlimmer in Zukunft

Neumi
Neumi
Kinig
26 Tage 11 h

Schönes Bild.

wellen
wellen
Universalgelehrter
26 Tage 9 h

jaaaa der Herr dessen Namen man nicht nennen soll, erkauft kurzfristige wirtschaftliche Vorteile ( die durch die Pandemie mit 230.000Toten eh zunichtegemacht wurden) mit langfristigem Untergang der Menschheit. Aber er ist alt, und wirds nicht mehr erleben…Jaa die Macht ist so ein Ding.

wpDiscuz