Ein Kommentar

Beängstigendes Programm

Dienstag, 26. Juli 2022 | 01:23 Uhr

Bozen – „Italien zuerst und die Italiener zuerst“ – so lautet ein Kernpunkt im Programm von Giorgia Meloni und ihren „Fratelli d’Italia“. Das Motto, das an Donald Trump erinnert, verheißt nichts Gutes.

Meloni und ihre strammrechte Truppe sagen vor allem der illegalen Einwanderung, dem „Ius soli“ und der „Islamisierung“ Italiens den Kampf an. Ob sich so ein Kampf in einer säkularisierten Gesellschaft lohnt, die zudem noch an chronischer Überalterung leidet, sei dahingestellt.

Asyl soll nur Frauen, Kindern und Familien gewährt werden, die „wirklich“ vor dem Krieg fliehen. Reguläre Einwanderung soll nur Menschen aus jenen Nationen erlaubt sein, bei denen es zu keinen Sicherheitsproblemen kommt. Wie weit sind wir eigentlich noch von der Rassenlehre entfernt?

Die „Brüder Italiens“ versprechen den Bürgern die Rückkehr in eine idyllische Postkartenwelt, die es so wahrscheinlich nie gegeben hat und die sich auch rein rechtlich kaum durchsetzen lässt. Bereits Matteo Salvini ist als Innenminister in seinem Schaukampf gegen die NGOs im wahrsten Sinne des Wortes baden gegangen. Statt Probleme wirklich zu lösen, werden mit populistischer Rhetorik Feindbilder erzeugt.

Dabei liegt es auf der Hand: Eine diversifizierte Gesellschaft, die den Menschen Luft zum Atmen lässt, versorgt das kulturelle und wirtschaftliche Leben mit frischem Sauerstoff. Europa und der Westen werden gerade dafür beneidet, wie nicht zuletzt der Ukraine-Krieg zeigt.

Der Rechtsblock will sich hingegen von Europa abschotten und die Bürger im Inland gleichschalten. Alles, was anders ist, Minderheiten und – hoppla – auch die Autonomien sind ein Dorn im Auge. Darum ist das Programm von „Fratelli d’Italia“ einfach nur beängstigend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "Beängstigendes Programm"


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Obadja
Obadja
Tratscher
15 Tage 4 h

warum kann die EU den Einwanderern nicht helfen, in ihrer eigenen Heimat etwas aufzubauen? China macht es vor, baut Krankenhäuser, Flughafen und Infrastruktur in Afrika. oder muss bald ganz Afrika nach Europa wandern?

Hustinettenbaer
15 Tage 1 h
@Obadja Ui, ein ganz innovativer Ansatz. Und das 100 Mrd.-Jahres-Programm könnte man “Entwicklungshilfe” nennen. Ironie beiseite. Es klappt nicht. Warum ? „Die Hilfe subventioniert indirekt schlechte Politik. Nehmen Sie zum Beispiel den Kongo oder auch Kenia. Die Konflikte dort werden im Grunde von den Eliten verursacht, die sich um das Geld aus dem Westen streiten.“ So James Shikwati. Seit den 50er und 60er Jahren sind rund zwei Billionen Dollar Entwicklungshilfe auf den afrikanischen Kontinent geflossen. Ohne nennenswerten Erfolg, sagt Aly-Khan Satchu. „Sie war kein effektiver Weg, um Afrika nach vorne zu bringen. Das ist ganz klar. Deshalb sagen wir: Handel… Weiterlesen »
N. G.
N. G.
Kinig
15 Tage 1 h

Ich jönnte jetzt auf dich und deinen Kommentar los gehen aber da du dermaßen desinformiert bist, halte ich mich zurück.
China investiert in Afrika? Ja, machen sie, kaufen die besten und lukrativsten Plätze auf, bauen sigar Firmen aber un denen keun EINZIGER Afrikaner arbeitet. Da werden Chunesen dahin geschickt und nur EINER hat was davon, CHINA!
Informier dich mal!!!
Ansonsten gäbs da noch viel anderes…. Lies einfach mal und red nicht Unsinn
!!!

Obadja
Obadja
Tratscher
15 Tage 58 Min

@Hustinettenbaer

Von Anfang an wurde Kritik an der politischen Neutralität und der damit einhergehenden Unterstützung fragwürdiger Regime durch China geäußert. Parallel zu dieser Kritik, die einen Neokolonialismus zu erkennen glaubt, gibt es mittlerweile vor dem Hintergrund der bescheidenen Effektivität westlicher Entwicklungshilfe einen großen Respekt für den chinesischen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Infrastruktur-Aufbau in Afrika. Deshalb wird der chinesische Ansatz in einem erweiterten Sinn der Entwicklungszusammenarbeit zugerechnet und steht als Gegenmodell zur westlichen Entwicklungspolitik.

siehe Wikipedia…. China ist die bessere Entwicklungshilfe für Afrika, hingegen der Westen hat versagt

Obadja
Obadja
Tratscher
15 Tage 49 Min

@N. G. die Entwicklungshilfe von China in Afrika funktioniert tatsächlich…. der Westen hingegen hat versagt

https://youtu.be/_7_-GJiXNk4

Neumi
Neumi
Kinig
14 Tage 20 h

Darüber wird seit über 50 Jahren geredet. Nur kostet das und bezahlen will’s keiner.

Staenkerer
14 Tage 16 h
@Hustinettenbaer des geld des über viele johrzente in de lände gflossn isch und no fließt werd erst zur “entwicklungs”-“hilfe” wenn: des dort hinkimmt wo es zur “hilfe” der “entwicklung” eingsetz wern KANNT und wenn des bisl wos davon dort unkimmt a vor ort a in “entwicklung” (also in longfristig anhaltende aufbauarbeit) “investiert” werd, also a zum aufbau zur selbshilfe sinnvoll ungleg werd, und nit als eh unversiegbare spendenquelle laufend “aufgebraucht” werd und, wenn se amoll nochlosst oder versiegt, man wieder ohne eppas dosteht! i erinner an de “stille hilfe” de noch den krieg noch südtirol gfossn isch (de tn werns… Weiterlesen »
Hustinettenbaer
14 Tage 13 h

@Staenkerer
Dann müssen Geberstaaten damit leben, dass z.B. Gemüse, Kleidung etc. in Afrika produziert und in die EU importiert wird. Ich habe damit kein Problem. Was sagen die EU-Kollegen dazu ?
Dann steigen französische, spanische… Produzenten auf die Barrikaden.
Und deshalb ist die Entwicklungshilfe für Afrika ein Feigenblatt.

Doolin
Doolin
Kinig
14 Tage 5 h

@Obadja
…China macht keine Entwicklungshilfe in Afrika, sondern macht Afrikaner zu Schuldnern und somit zu seinen Sklaven…

Hustinettenbaer
14 Tage 1 h

Und lasst die Finger von diesen vermaledeiten Blumen:
Die Rosen-Story (Ausbeutung von Mensch und Natur in Kenia) (Doku 2011) – YouTube
Die hässliche Seite der Blumen – EineWeltBlaBla

N. G.
N. G.
Kinig
15 Tage 12 h

America first, Italy first funktioniert auch in Italien. Gegen Einwanderung, gegen Islamismus, gegen alles was nicht italienisch zu sein scheint. Heute haben die Herrn teure Anzüge an, früher waren es braune und schwarze Uniformen aber die Denkweise ist die selbe geblieben, die Verführung und Manipulation des Volkes genau so.
Jedem der das wählt, muss wissen, er wählt Rassismus und Menschenverachtung!

Pacha
Pacha
Universalgelehrter
15 Tage 18 h

Nicht das Programm ist beängstigend denn das kennen wir nicht erst seit heute, sondern der Zuspruch dieser Partei sollte einigen zu denken geben. Fratelli d’Italia liegt in den meisten Umfragen vorne und man sollte sich ehr die Frage stellen wieso so viele in deren Arme laufen.

l OneManArmy l
l OneManArmy l
Superredner
14 Tage 5 h

bei der draghi kriese haben sich die mehrheit hier gefreut…

Offline1
Offline1
Kinig
15 Tage 2 h

Nicht die Parteiprogramme machen mir “Angst”, sondern das Kurz- und Langzeitgedächtnis der Wähler…..

Entequatch
Entequatch
Tratscher
15 Tage 5 h

Ach dai, die partei ist bekannt, ein wolf den man kennt. leider werden die linksextremisten unterschätzt, ein wolf der sich immer noch als schaf ausgibt

N. G.
N. G.
Kinig
15 Tage 1 h

Demnach bist du ja Rechts? Schon Hitler ging gegen Links vor wo immer er konnte Stimmts?
Was auch immer Links ist? Erklär es uns!

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