Jüngste Angriffe des Westens riefen Proteste hervor

Berichte über Raketenangriffe in Syrien dementiert

Dienstag, 17. April 2018 | 12:54 Uhr

Die syrischen Staatsmedien haben Berichte über Raketenangriffe auf Militäreinrichtungen in der Provinz Homs zurückgezogen. “Es gab keine Attacke von außen auf Syrien”, meldete die Nachrichtenagentur Sana am Dienstag. Es habe sich um einen “falschen Alarm” gehandelt.

Sana hatte in der Nacht gemeldet, dass mehrere Raketen in den “Luftraum über Homs eingedrungen” seien. Die Geschosse seien von der syrischen Luftabwehr abgeschossen worden, hieß es. Das syrische Staatsfernsehen wertete den Vorfall als “Aggression”.

Das Pentagon in Washington erklärte dazu, derzeit gebe es “keine US-Einsätze in der Gegend”. Auch Israel erklärte umgehend, “keine Kenntnis” von dem Vorfall zu haben.

Die G7-Staaten haben unterdessen erneut eine diplomatische Lösung des Syrien-Konflikts eingefordert. Ziel müsse es sein, bei den Verhandlungen unter UNO-Ägide in Genf einen “glaubwürdigen politischen Übergang” herbeizuführen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas, Italiens, Japans, der USA sowie der EU.

Die G7-Staaten stellten sich gleichzeitig hinter die jüngsten westlichen Luftangriffen auf syrische Stellungen: “Diese Reaktion war begrenzt, verhältnismäßig und notwendig.” Den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien verurteilten sie “auf das Schärfste”.

Die Streitkräfte der USA, Frankreichs und Großbritanniens hatten in der Nacht auf Samstag Ziele in Syrien bombardiert. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Chemiewaffen-Produktion.

Von: APA/ag.

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