Digitales Zusammentreffen zwischen den Chefs

Biden kündigt “harten Wettbewerb” mit China an

Montag, 15. November 2021 | 13:09 Uhr

US-Präsident Joe Biden setzt im Umgang mit China auf einen “harten Wettbewerb”, will einen offenen Konflikt aber verhindern. Diesen Kurs werde Biden in einer Videokonferenz mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am Montagabend (Ortszeit, 01.45 Uhr MEZ Dienstag) vertreten, kündigte eine ranghohe Beamtin des Weißen Hauses in Washington an. Xi wiederum dürfte Medienberichten zufolge Taiwan in den Mittelpunkt seines ersten virtuellen Treffens mit Biden stellen.

Die USA erwarteten, dass sich China an internationale Normen halte, hieß es in Washington. “Die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik China befinden sich in hartem Wettbewerb. Und wir glauben, dass intensiver Wettbewerb auch intensiver Diplomatie bedarf”. Bei dem Treffen solle es daher darum gehen, den Kurs der US-Regierung klarzumachen, “um Missverständnisse zu vermeiden”. Dabei werde Biden auch strittige Themen wie den Konflikt mit Taiwan, die Menschenrechte und Pekings Verhalten in bestimmten Wirtschafts- und Technologiesparten “sehr direkt und offen” ansprechen.

Bei der Videokonferenz werden aus Sicht des Weißen Hauses keine konkreten Ergebnisse erwartet. Vielmehr soll es darum gehen, die Kanäle der Kommunikation und Diplomatie offen zu halten. Ziel sei es, “dass Wettbewerb nicht zu Konflikt führt”, so die Beamtin.

Xi werde in der Taiwan-Frage deutlich machen, dass die Regierung in Peking entschlossen sei, die “nationale Wiedervereinigung in der absehbaren Zukunft zu realisieren, egal, was es koste”, schrieb die englischsprachige “China Daily”. “Die Taiwan-Frage ist die ultimative rote Linie Chinas”, hieß es in der Parteizeitung “Global Times”. “Um das Risiko eines strategischen Zusammenstoßes zwischen China und den USA zu reduzieren, müssten sich letztere zurückhalten.”

China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an und droht allen Staaten, die seine Unabhängigkeit anerkennen, mit Konsequenzen. Biden dagegen hatte zuletzt der Insel zugesichert, die USA würden sie verteidigen. Die USA unterhalten zwar keine formellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan, unterstützen die Insel aber mit militärischer Ausrüstung und sind deren wichtigster Lieferant von Rüstungsgütern.

Von: APA/dpa/Reuters

Kommentare

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7 Kommentare auf "Biden kündigt “harten Wettbewerb” mit China an"


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6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
23 Tage 3 h

Let’s go Brandon! 😜

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
23 Tage 2 h

Na, deinen Slogan müsstest schon mal erklären. So bringt er entweder nichts oder Vorurteile.
Oder ist es ein Zeichen der Solidarität? Wenn ja, kannst dich auch gleich nach USA verziehen. Solltest du für dein gelobtes Land ne Green Card in der Lotterie gewinnen.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
23 Tage 2 h

Smith, die wollen da nicht jeden. Nicht mal Brandon Fans. Grins

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
23 Tage 4 h

Dann wünsche ich Herrn Biden mal viel Glück!
Mit ganz koscheren Mitteln wird China nicht beizukommen sein.
Die USA wird sich von dem Gedanken die führende Industriemacht zu sein, verabschieden müssen. Ob sie will oder nicht.
Der Vorteil Chinas besteht darin zentral und diktatorisch regiert zu werden und da hat man nun mal andere Möglichkeiten.
Das kann man nun gut oder schlecht finden, es funktioniert nun mal.
Mir persönlich ist es egal woher die Sachen sind, Hauptsache gute Ware!

Peerion
Peerion
Tratscher
23 Tage 58 Min

China wird es ganz alleine hinbekommen sich zu stoppen, dazu braucht es die USA und die NATO nicht. Neben der Demographie und der enormen Umweltverschmutzung wird auch die Binnenverschuldung eines Tages in seiner ganzen Schönheit sichtbar werden.
Auch ganz ohne äussere “Feinde” wird es aus diversen weiteren Gründen nichts werden mit der neuen Supermacht China.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
22 Tage 22 h

Da irrst du gewaltig! China hat einen Devisen Vorrat an Dollar, dass sie im Grunde den amerikanischen Laden von heute auf morgen schließen könnten.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
22 Tage 22 h

Und ist die neue Seidenstraße erst mal fertig, übernimmt China ohnehin den gesamten Markt bis nach Europa.
Auch wenns vielen nicht gefällt, China wir, neun ist schon eine Supermacht.
Wie sinst, fährt Biden so schwere Geschütze auf. Weil die Amis wissen was los ist.

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