Biden warnt vor neuen Gefahren durch Demokratiegegner

Biden: US-Demokratie nach Kapitol-Attacke weiter in Gefahr

Freitag, 10. Juni 2022 | 21:30 Uhr

Auch fast eineinhalb Jahre nach dem Sturm auf das US-Kapitol im Jänner 2021 sieht Präsident Joe Biden die Demokratie in den Vereinigten Staaten weiter in Gefahr. “Die gleichen Kräfte, die zum 6. Jänner geführt haben, sind auch heute noch am Werk”, sagte Biden am Freitag bei einer Ansprache im Hafen von Los Angeles mit Blick auf die Anhörungen des Kongress-Untersuchungsausschusses in Washington. “Wir müssen unsere Demokratie schützen.”

Er habe sich selbst eine derartige Herausforderung nie vorstellen können. Der “Kampf um die Seele Amerikas” sei längst nicht gewonnen, sagte Biden weiter. “Es ist wichtig, dass das amerikanische Volk versteht, was wirklich geschehen ist.” Der US-Präsident bezog sich auf die erste öffentliche Anhörung des Untersuchungsausschusses zur Erstürmung des Kapitols am Donnerstagabend (Ortszeit). In den kommenden Wochen sollen weitere Anhörungen folgen.

Anhänger des damaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar 2021 den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington erstürmt. Sie wollten verhindern, dass Bidens Wahlsieg vom November 2020 bestätigt wird. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben. Trump hatte seine Anhänger zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Er musste sich später einem Amtsenthebungsverfahren stellen, wurde aber freigesprochen. Der Untersuchungsausschuss wurde eingesetzt, um die Hintergründe des Angriffs aufzuklären.

Biden bezeichnete die Attacke als “eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte unseres Landes” und “brutalen Angriff auf unsere Demokratie”. Doch gemeinsam, über Parteigrenzen hinweg, sei es möglich, die Nation zu verteidigen und dafür zu sorgen, dass niemand “einen Dolch an die Kehle unserer Demokratie” setzen könne. Der Demokrat hatte wenige Tage nach dem Sturm aufs Kapitol sein Amt angetreten. Vom Ziel, das tief gespaltene Land wieder zu einen, ist er weit entfernt.

Von: APA/dpa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Biden: US-Demokratie nach Kapitol-Attacke weiter in Gefahr"


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Neumi
Neumi
Kinig
17 Tage 9 h

Kinder, wie die Zeit vergeht. Damals hieß es noch, das wäre das Schlimmste, das der Demokratie seit langem passiert ist und es würde Jahre dauern, bis sich die USA von dieser Blamage erholen würden …

Heute krähen nur noch Anwälte und Richter danach, dem Rest der Welt ist es egal.

N. G.
N. G.
Kinig
17 Tage 8 h

Sollte es aber nicht, denn NOCH, darf er nächstes mal kandidieren und zu viele in den USA wurden von diesem Mann manipuliert!

Hustinettenbaer
17 Tage 5 h

@Neumi
Ja, Menschen vergessen schnell. Abgesehen von einigen seiner bizarren Clown-Auftritte.
Dabei ist er brandgefährlich. Trump/die Reps impfen den Amerikanern einen politischen Nihilismus ein, nach dem – außer ihm – nichts einen Wert oder Wahrhaftigkeit besitzt. Werte wie Menschenrechte, Wahlen, Demokratie ? Alles nur eine große Show. Also warum nicht gleich einen Showman wählen, der endlich mal das ausspricht, was man so denkt oder gern täte. Steuerhinterziehung, „Grab them by the pussy, you can do anything“… Der (vermeintliche) Milliardär ist einer von uns.

Wer diesen Bock wieder zum Gärtner macht, dem ist nicht mehr zu helfen.

sophie
sophie
Kinig
17 Tage 3 h

@ eumi

Egal glaube ich, ist es nicht, denn sollte er nochmals Zur Wahl antreten, wäre dass aber wirklich ein Problem…..

Zugspitze947
17 Tage 7 h

Hoffentlich nimmt man den TRUMPL richtig in die Mangel,Beweise für seine SCHULD gibt es genug. Also NIE mehr zur Kandidatur zulassen !!!😡👌

Faktenchecker
17 Tage 10 h

Der landet im Knast.

primetime
primetime
Kinig
17 Tage 9 h

Gewaltig…Szenen wie man sie nur aus dem Film kennt.
Wäre schon sehr interessant was die Mitarbeiter Trumps in Wahrheit von ihm und seinen Aussagen und Taten hielten. Hoffentlich werden die Zeugenaussage veröffentlicht. Ich denke mal so einige haben nur aus “Prestigegründen” bei dem gearbeitet und nicht weil sie ihn unterstützen

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
16 Tage 11 h
Wie Trump denkt und handelt, wussten die US Bürger schon lange, trotzdem wurde er gewählt. Heute noch leiden die USA und mit ihnen viele andere an den Folgen der desaströsen Trump Politik. Habe den Eindruck, dass die Probleme der Bush’schen und Trump’schen Politik nicht sofort, sondern erst mit Verspätung sichtbar werden und die Demokraten diese dann wieder lösen dürfen. Obama und der damalige Finanzminister Geithner waren gleich zu Beginn mit einer der größten Finanzkrisen konfrontiert, nach den 4 Jahren Trump ist das Land mehr denn je gespalten, die internationale Reputation leidet immer noch, und das gerade jetzt, wo es starke… Weiterlesen »
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