US-Präsident Biden erhöht Druck auf China

Biden weitet US-Wirtschaftssanktionen gegen China aus

Freitag, 04. Juni 2021 | 06:23 Uhr

US-Präsident Joe Biden verschärft das Vorgehen gegen chinesische Firmen mit angeblichen Verbindungen zum Militär der Volksrepublik. Biden unterzeichnete am Donnerstag eine Verfügung, wonach Amerikanern der Handel mit Wertpapieren von zunächst 59 chinesischen Firmen ab dem 2. August verboten wird. Die chinesische Regierung protestierte bereits vor der Verkündung gegen die Pläne.

Chinas Außenamtssprecher Wang Wenbin sagte, die USA ignorierten die Fakten, sollten “ihre Fehler korrigieren und aufhören, den Finanzmärkten und Interessen von Investoren zu schaden”.

Die Maßnahme des US-Präsidenten baut auf einer Verfügung von Bidens Amtsvorgänger Donald Trump vom November auf, in deren Folge mehr als 40 Firmen mit angeblichen Militär-Verbindungen auf die Schwarze Liste gesetzt worden waren. Bidens Verfügung betrifft nun auch Firmen, denen die USA vorwerfen, mit Überwachungstechnologie zu Menschenrechtsverletzungen beizutragen.

Das Weiße Haus teilte mit, die Verfügung “erlaubt es den Vereinigten Staaten, gezielt und in einem bestimmten Umfang US-Investitionen in chinesische Unternehmen zu verbieten, die die Sicherheit oder die demokratischen Werte der Vereinigten Staaten und unserer Verbündeten untergraben”. Die Maßnahme stehe “im Einklang mit der Verpflichtung der Biden-Regierung, die zentralen nationalen Sicherheitsinteressen der USA und die demokratischen Werte zu schützen”. Die Liste werde bei Bedarf aktualisiert. Zuständig ist das Finanzministerium, nicht mehr – wie bei Trumps Verordnung – das Verteidigungsministerium.

Viele der nun aufgelisteten Unternehmen waren bereits von der früheren Verfügung betroffen, darunter der Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter Huawei sowie Chinas drittgrößte staatliche Ölgesellschaft CNOOC. Trumps Verfügung hatte sich aber als angreifbar erwiesen: So erwirkte der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi vor einem Gericht in Washington, von der Schwarzen Liste gestrichen zu werden. Xiaomi findet sich auch nicht auf der neuen Liste.

Der Republikaner Trump hatte vor drei Jahren einen Handelskrieg mit China aufgenommen, der mit gegenseitigen Strafzölle eskalierte und bis heute andauert. Seine Regierung ging auch gegen diverse chinesische Unternehmen vor. Der Demokrat Biden kündigte nach seinem Amtsantritt im Jänner eine Überprüfung der China-Politik an, ließ aber schon wissen, dass auch er einen harten Kurs verfolgen wolle.

Auf der Schwarzen Liste stehen auch die chinesische Telekomriesen China Mobile und China Unicom sowie Luft- und Raumfahrtunternehmen wie Avic und China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC). Auch Hangzhou Hikvision, ein Hersteller von Videoüberwachungstechnologie, findet sich auf der Liste.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Biden weitet US-Wirtschaftssanktionen gegen China aus"


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hundeseele
hundeseele
Superredner
19 Tage 4 h

Biden! so sehr wie er den starken Mann markieren will,so sehr vergiftet er die Welt mit seiner Kriegstreiberei und seinen ewig gestrigen Feindbildern.
Biden ist zu sehr damit beschäftigt sich selbst stark zu zeigen das er nicht merkt was er anrichtet….

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
18 Tage 20 h

…. wie jeder US- Präsident seit J.F.K. vielleicht war auch R.R. eine ausnahme!

quilombo
quilombo
Tratscher
18 Tage 10 h

@ischJOwurscht, Ronald Reagan, der welcher halb Lateinamerika den Krieg erklärt hat und Todesschwadronen in eigenen Kursen in Folter ausbilden ließ? Der Präsident welcher der Operation Condor richtigen Auftrieb gab, um ganz Lateinamerika unter das Joch Washingtons zu bringen?
Mit von der Partie war nicht nur Henry Kissinger, sondern auch verschiedene Leute die jetzt wieder mit Biden in der Regierung sind.

heris
heris
Grünschnabel
18 Tage 10 h

Die Wirtschaft in China Boomt  und dieser zustand bringt die Neider auf den Plan  — selber Fehlt Ihnen  das Gewisse etwas wie mann die Wirtschaft  und neue Ideen verwirklichen  könnte.

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