Mindestens 333 Schüler werden noch vermisst

Boko Haram bekennt sich zu Entführung Hunderter Schüler

Dienstag, 15. Dezember 2020 | 07:40 Uhr

Die Islamistengruppe Boko Haram hat sich zur Entführung Hunderter Schüler im Nordwesten Nigerias bekannt. “Unsere Brüder stecken hinter der Entführung in Katsina”, sagte der Anführer der Gruppe, Abubakar Shekau, am Dienstag in einer Propagandanachricht. Mindestens 333 Schüler werden noch vermisst, nachdem Hunderte bewaffnete Männer auf Motorrädern am Freitag eine Sekundarschule im Bundesstaat Katsina angegriffen hatten.

Hunderte Schüler flüchteten nach dem Angriff in die umliegenden Wald- und Buschgebiete, andere wurden von den Angreifern verschleppt. Die Entführung wurde zunächst bewaffneten Banden zugeschrieben, die die Bevölkerung in der instabilen Region terrorisieren und deren Entführungen zum Alltag geworden sind.

Die Entführungen am Freitag fanden Hunderte Kilometer vom eigentlichen Operationsgebiet von Boko Haram entfernt statt. Normalerweise bewegt sich die Gruppe im Nordosten des Landes rund um den Tschadsee. Boko Haram unter der Führung von Shekau war auch für die Entführung von 276 Schülerinnen in Chibok im Jahr 2014 verantwortlich, die weltweit für Empörung sorgte.

Präsident Muhammadu Buhari verurteilte den Angriff und ordnete eine erhöhte Sicherheitsstufe an allen Schulen an. Im Bundesstaat Katsina blieben die Schulen vorerst geschlossen.

Von: APA/ag.

Kommentare

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5 Kommentare auf "Boko Haram bekennt sich zu Entführung Hunderter Schüler"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Jiminy
Jiminy
Universalgelehrter
1 Monat 7 h

die Personifizierung Satanas!

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 3 h

Eine Kaskade des Grauens. Für die Kinder, Eltern und Geschwister, zukünftige Opfer der Kindersoldaten, Kinder der Vergewaltigten.

Tirolisimo
Tirolisimo
Tratscher
1 Monat 2 h

Mit Waffen vom CIA?

Peerion
Peerion
Grünschnabel
1 Monat 4 h
Man muss sich auch in Afrika zusammentun um gemeinsam die Probleme zu lösen. Das kann nur von innen geschehen. Das Feindbild des ausbeutenden Westens sollte in produktives und eigenverantwortliches Handeln umgewandelt werden und die Kultur der ewigen Hilfebedürftigkeit ablösen. Die Religion des Islam hat ein Reformproblem und man kann nicht mehr sagen, der Islam hätte all den Gräueltaten nichts zu tun. Wenn ein Staat sich zur Abkehr von Staatsreligion statt Demokratie bekennt sollte er die Weltgemeinschaft um Hilfe bitten können. Die Staaten, die im ewigen Gestern verharren und ihre Machtgelüste bequem hinter der Religion verbergen, müssen geächtet werden. Es sind… Weiterlesen »
Guennl
Guennl
Tratscher
1 Monat 1 h
” < @tirolismo Woher kommen die Waffen von Boko Haram? Die Waffenkäufe von Boko Haram sollten niemanden überraschen: Die Zentralafrikanische Reublik und der Tschad sind seit Jahren Krisengebiete, in denen kein Präsident von sich behaupten kann, mehr als 30 Jahren an der Macht zu sein, ohne dass Aufstände ausbrachen und Staatsstreiche angezettelt wurden. Diese Länder drohten schon viele Male zu kollabieren, zuletzt, als die Seleka die Zentralafrikanische Republik angriff. Nun fragt man sich, von wo kamen diese Waffen? Ohne Zweifel gibt es ein großes Vertriebsnetz von Waffen in Zentralafrika und so werden Bewegungen wie Boko Haram zu einer wahren Goldgrube.… Weiterlesen »
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