Kritik der Freiheitlichen

Bozner Goetheschule: „Schon wieder kein Obst aus Südtirol“

Mittwoch, 18. Mai 2022 | 14:53 Uhr

Bozen – Äpfel aus Südtirol sucht man in der Goetheschule in Bozen leider vergebens, stattdessen werden in Plastik verpackte Karotten aus den Abruzzen an die Schüler verteilt. Darauf machen die Bozner Freiheitlichen aufmerksam.

Sie bezeichnen die seit Jahren praktizierte Ausgabe von aus hunderten Kilometern Entfernung angekarrten Lebensmitteln an unseren Bildungseinrichtungen als beschämend und fordern die Landesregierung auf, die Schulen zum Ausstieg aus dem entsprechenden EU-Programm aufzufordern und anstelle von diesem eine eigene Initiative zur Verteilung von heimischen Lebensmitteln zu starten.

„Es ist zutiefst beschämend und an Heuchelei nicht zu überbieten, wenn dieselbe Landesregierung, die bei jeder Gelegenheit davon spricht, Südtirol zum Nachhaltigkeitsland Nummer eins machen zu wollen und die Stärkung von regionalen Kreisläufen und Verwendung von heimischen Produkten predigt, es seit Jahren zulässt, dass unseren Schülern Obst und Gemüse aus Süditalien ausgehändigt wird“, so der freiheitliche Stadtobmann von Bozen, Otto Mahlknecht, in einer Aussendung.

„Diesem untragbaren Zustand zugrunde liegt, dass die Landesregierung seit Jahren ihre Hausaufgaben nicht macht: Zwar gibt es längst ein Landesgesetz zur Förderung heimischer Produkte, welches in der gesamten öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung und damit auch in Schulen die Verwendung regionaler Erzeugnisse garantieren soll, doch hat die Landesregierung seit dessen Verabschiedung im Jahr 2010 noch nie die darin vorgesehenen und für die Umsetzung notwendigen Kriterien und Programme ausgearbeitet, weshalb in unseren Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenheimen seit Jahren unverändert Lebensmittel aus Mittel- und Süditalien verteilt werden“, so Mahlknecht.

„Auch wenn die Entscheidung aufgrund der Schulautonomie bei den einzelnen Schulen liegt: Die Landesregierung sollte die Bildungseinrichtungen zumindest dazu auffordern, sich künftig nicht mehr an den EU-Schulprogrammen für Obst, Gemüse und Milch zu beteiligen. Stattdessen muss sie als Alternative ein eigenes Projekt ins Leben rufen, im Rahmen dessen regelmäßig qualitativ hochwertige, lokal produzierte und verpackte Lebensmittel an die Schulen verteilt werden. Ziel muss es sein, Kindern und Jugendlichen gesunde Ernährung schmackhaft zu machen, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln zu vermitteln sowie deren Bezug zu lokalen Lebensmitteln zu stärken“, betont der freiheitliche Obmann und Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Bozner Goetheschule: „Schon wieder kein Obst aus Südtirol“"


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Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 9 Tage

Ist es denn schuld der Landesregierung, wenn die lokalen Anbieter nicht konkurrenzfähig sind?
Andererseits verschicken die ja auch ins Ausland und beliefern nicht nur Südtiroler, oder?

Einerseits werden ständig öffentliche Ausschreibungen gefordert (anstatt Vetternwirtschaft), andererseits sollen bestimmte Betriebe bevorzugt werden.

Außerdem: Eine bestimmte in Südtirol angebaute Apfelsorte konnte ich in Düsseldorf kaufen (mitsamt Südtirol-Aufkleber), aber in Südtirol hab ich noch nicht mal bei der Genossenschaft welche bekommen.

So sehe ich das
So sehe ich das
Tratscher
1 Monat 9 Tage

…wird in den südtiroler Schulen verteilt ” Frutta e verdura nelle scuole “

Roby74
Roby74
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Seid doch froh!!!🤣😂😅Auf diese vollgespritzten Äpfel und Obstsorten hat keiner “Bock”!🤢🤮

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