Carlos Bolsonaro spürt heftigen Gegenwind

Brasiliens Präsidentensohn nach Tweet in der Kritik

Mittwoch, 11. September 2019 | 06:46 Uhr

Ein umstrittener Tweet über die Demokratie hat dem brasilianischen Präsidentensohn Carlos Bolsonaro heftige Kritik eingebracht. “Der Wandel, den Brasilien will, wird auf demokratischem Wege nicht so schnell kommen, wie wir wollen”, schrieb der Stadtverordnete aus Rio de Janeiro und Sohn von Präsident Jair Bolsonaro.

Gegenwind kam sowohl von politischen Verbündeten als auch erklärten Kritikern. Die Demokratie sei fundamental, sagte Vizepräsident Hamilton Mourão am Dienstag. “Pakt der Generationen, Demokratie, Kapitalismus und eine starke Zivilgesellschaft – ohne diese Pfeiler kann die westliche Zivilisation nicht existieren.” Senatspräsident Davi Alcolumbre sagte, Bolsonaros Äußerungen verdienten Verachtung.

“Nur mit Demokratie können wir ein freies, souveränes Land haben”, sagte der Gouverneur von São Paulo, João Doria. “Für unser Land gibt es keinen anderen Weg.” Der Vorsitzende des Verbands der Rechtsanwälte, Felipe Santa Cruz, sagte: “Demokratie wird nicht gegeben, sie muss erobert werden. Es ist an uns, dafür zu sorgen, dass Äußerungen außerhalb der verfassungsmäßigen Ordnung nicht akzeptiert werden.”

Kritiker werfen auch Brasiliens Präsident Bolsonaro vor, mit autoritären Regierungsformen zu liebäugeln. Der schneidige Ex-Militär gilt als Sympathisant der Diktatur (1964-1985) in Brasilien und lobte zuletzt den Militärputsch in den 1970er-Jahren in Chile.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Brasiliens Präsidentensohn nach Tweet in der Kritik"


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denkbar
denkbar
Kinig
9 Tage 4 h

Es ist doch mehr als klar, dass ALLE Rechtspopulisten dieser Welt die Demokratie stürzen wollen, um gemeinsam mit den Großkonzernen die ganze Nacht an sich zu reißen.
Es ist auch mehr als klar, dass die Gier und der Egoismus diesen Leuten Anhänger beschert!

Mistermah
Mistermah
Kinig
9 Tage 3 h

😂😂😂 gemeinsam mit den Großkonzernen?!?! Woher kommen diese Großkonzerne? Aus totlitär regierten Ländern oder demokratisch regierten Ländern? Wer hat das entstehen dieser Konzerne ermöglicht? Diktatur, rechtsextreme? Na, wenn ich mir die Namen dieser Großkonzerne anschaue, stammen sie zum Großteil aus Ländern des Westens. Regiert seit fast einem Jahrhundert durch Demokratie. Aber du hast trotzdem recht denkbar. Das Ziel war von Anfang an eine totalitäres machtzentrum von Politik, Wirtschaft und Finanz. Und man sieht eindeutig wie sich die macht auf wenige Strukturen konzentriert.

denkbar
denkbar
Kinig
8 Tage 23 h

Sorry Mister, ich kann Ihre Gedankengänge nur schwer nachvollziehen, da Sie scheinbar Wesentliches immer außer acht lassrn. Sicher sind sie im Westen entstanden, in dem Westen, in dem rechtsextreme Populisten versuchen, mit dieser Lobby die Demokratie zu Sturz zu bringen. Stürzen kann man übrigens eine Demokratie nur dort wo sie besteht Wo ohnehin Diktaturen am Steuer sind, braucht man sie nicht stürzen. Andererseits gibt es Großkonzerne in China und anderen asiatischen Ländern, die nicht demokratisch geführt werden.

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