Offensive überraschte Russen offenbar

Breiter ukrainischer Vormarsch westlich des Dnipro

Samstag, 03. September 2022 | 22:20 Uhr

Die Ukraine forciert bei ihrer Gegenoffensive in der Region Cherson im Süden des Landes britischen Geheimdiensten zufolge derzeit einen breiten Vormarsch auf drei Achsen westlich des Flusses Dnipro. Diese Offensive habe zwar nur begrenzt unmittelbare Ziele, die Russen aber mutmaßlich taktisch überrascht, hieß es am Samstag in einem Kurzbericht des Verteidigungsministeriums in London. Damit würden logistische Mängel und Schwächen der russischen Offensive entlarvt.

Russische Kommandeure müssten sich nun entscheiden, auf welche Region sie sich im Blick auf Nachschub und Reservetruppen konzentrieren wollten, hieß es aus London. Russland sprach am Samstag indes von hohen Verlusten aufseiten der Ukraine. Das “Regime” aus Kiew führe seine erfolglosen Versuche fort, sich im Raum zwischen Mykolajiw und Krywyj Rih festzusetzen, berichtete das Verteidigungsministerium in Moskau. Dabei habe die Ukraine 23 Panzer und 27 Kampffahrzeuge verloren. Zudem sollen mehr als 230 Soldaten getötet worden sein. In Krankenhäusern fehlten Betten und Blutkonserven. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Ukraine selbst gibt keine genaueren Auskünfte zu der am Montag gestarteten Offensive.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar veröffentlicht die britische Regierung regelmäßig Geheimdienstinformationen zu dessen Verlauf. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

Von: APA/dpa

Kommentare

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17 Kommentare auf "Breiter ukrainischer Vormarsch westlich des Dnipro"


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Skye
Skye
Grünschnabel
1 Monat 11 h

Wem soll man da glauben? Die Wahrheit der Realität liegt wohl meist irgendwo zwischen den Darstellungen der Russen und jenen der Ukrainer…

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 10 h

Ich würde den Ukrainern zumindest zu 60% glauben. Die Russen lügen da viel mehr.

Suedtirolfan
Suedtirolfan
Tratscher
1 Monat 10 h

@Skyp
Dann denk doch mal nach wer in diesem Krieg bisher die größten Lügen und Unwahrheiten verbreitet hatt.
Dann dürfte die Antwort wohl nicht schwerfallen…

magari
magari
Superredner
1 Monat 7 h

@Skye: Der Bericht ist von den Briten. Nicht von Russen oder Ukrainern.

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 10 h

Fuer mich ist diese Nachricht zu schön um wahr zu sein. Auf alle Fälle soll sich niemand einen schnellen Erfolg erwarten. Aber die Behauptung, dass inzwischen auch Amerika Kriegspartei geworden ist, ist schon bezeichnend.
Eines ist aber schon eingetreten, Russland hat sich lächerlich gemacht und kann nur mehr mit Weltvernichtung drohen. 

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 9 h

Wenn die USA tatsächlich Kriegspartei geworden ist/wäre, dann musst du eher hoffen das dem nicht so ist! Woher auch immer du diese Info hast.

Rudolfo
Rudolfo
Tratscher
1 Monat 7 h

@Chrys….alle Nationen, die die Ukraine mit was und wie auch immer unterstützen, sind für Putin, seine Schergen und die russische Probaganda Kriegspartei. Solange das seine unfähigen Kommandeure noch glauben und ausreichend junge “Freiwillige”😡zur Verfügung stehen, wird diese sinnlose Befreiungsaktion kein Ende nehmen.

pfaelzerwald
1 Monat 7 h

@Chrys
Wieso ist USA Kriegspartei? Quelle?

Faktenchecker
1 Monat 2 h

Du als Deutscher?

inni
inni
Universalgelehrter
1 Monat 11 h

jo wenn des so weitergeat, muaß Putin aufpassn, dass die Ukraine net in Russlond einmarschiert und seinerseits einen Eroberungskrieg unfong … 😜

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 10 h

Das wohl hoffentlich nicht, dass die Ukrainer in Russland einmarschieren denn dann steigt das Risiko eines A-Krieges. Allerdings würde es mich nicht wundern wenn bald auch Georgien, Tschetschenien und in Syrien ehemalige Verlierer ihre Chancen kommen sehen. In Berg-Karabach geht es ja schon wieder los.

magari
magari
Superredner
1 Monat 7 h

Chrys: sehe keine Anzeichen dass Georgien seine an Russland verlorenen Gebiete zurückholen wird. Tschetschenien ist fest in der Hand von Kadyrow und in Syrien sitzt Assad durch die Unterstützung von Moskau auch fest im Sessel. Eine Änderung wird sich erst ergeben wenn im Kreml der Diktator Tee serviert bekommt.

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
1 Monat 12 h

`
Ich gehe einmal davon aus, dass die Russen lügen
und hoffe, dass die Ukrainer nicht all zu sehr übertreiben.

magari
magari
Superredner
1 Monat 13 h

Interessante militärische Neuigkeiten. Derweil berichtet Polen dass 6.000.000 Ukrainer eingereist sind. Bei dem ganzen Kartenrücken gelangt das große Leid der Zivilbevölkerung der Ukraine immer mehr in den Hintergrund.

Rudolfo
Rudolfo
Tratscher
1 Monat 7 h

@magari..👍 und der allergrößte Teil der nach Polen geflüchteten Frauen, Kinder und alten Menschen möchte dort bleiben, um so schnell wie möglich wieder nach Hause zurückkehren zu können. Daher käme der PIS natürlich eine größere 💶”Überweisung” aus Deutschland gerade recht.

Hustinettenbaer
1 Monat 7 h

@magari
Die polnischen Informationen sind m. M. auch mit Vorsicht zu genießen. Da könnte noch ein historischer Appetit dahinterstecken.
“Große Teile der heutigen Ukraine gehörten zum Königreich Polen-Litauen. Im 17. Jahrhundert fiel der links des Dnjepr gelegene Teil der Ukraine einschließlich Kiews an Russland, die rechts des Dnjepr gelegenen ukrainischen Gebiete nach den Teilungen Polens Ende des 18. Jahrhunderts an Habsburg. Mit dem Aufkommen nationalstaatlicher Bestrebungen im 19. Jahrhundert kam es zu Rivalitäten zwischen Ukrainern und Polen um dieses Gebiet. Dabei konnten sich die Polen 1918 militärisch durchsetzen.
In der Folge kam es bis nach dem Zweiten Weltkrieg zu teils gewalttätigen polnisch-ukrainischen Auseinandersetzungen.”

https://www.laender-analysen.de/polen-analysen/290/die-bedeutung-des-kriegs-in-der-ukraine-fuer-polen/#:~:text=Gro%C3%9Fe%20Teile%20der%20heutigen%20Ukraine,Jahr

Zugspitze947
29 Tage 13 h

Ich hoffe das stimmt in etwa und geht langsam in die Richtige Richtung ! 👍😝

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