"Mautanhebung nach Italien-Wahl in weite Ferne gerückt"

Brenner: Grüne sehen schwarz

Montag, 05. März 2018 | 16:35 Uhr

Die Tiroler Grünen sehen nach dem Wahlausgang in Italien für die im Jänner in Bozen ausverhandelte Anhebung der Brenner-Maut auf Südtiroler Seite schwarz. “Es ist eingetreten, was ich befürchtet habe: mit den Rechtspopulisten haben jene die Wahl gewonnen, die im Wahlkampf als Handlanger der Frächterlobby auftraten”, meinte Grünen-LHStv. Ingrid Felipe in einer Aussendung am Montag.

Felipe sah die schwarz-blaue Bundesregierung gefordert: Je geringer die Unterstützung aus Deutschland und Italien ausfalle, desto höher werde der Druck auf Schwarz-Blau im Bund, endlich aktiv zu werden, argumentierte sie. Mit dem Aus für das Dieselprivileg und der Anhebung der Maut auf Tiroler Seite habe die Bundesregierung zwei Hebel zur Verfügung. Wenn Italien die Maut nicht erhöhe, müsse sie eben auf österreichischer Seite “voll ausgereizt werden”.

“Weniger Verkehr wird es nur dann geben, wenn uns Wien, Rom und München entsprechend unterstützen”, so Felipe. Der Druck müsse auch nach der Landtagswahl hochgehalten werden, verlangte Felipe. Es brauche die Maut-Erhöhung auf der südlichen Brennerstrecke genauso wie nördlich von Kufstein. Andernfalls könnten die über 6.300 Lkw, die im Schnitt täglich durch Tirol rollen, nicht reduziert werden.

Von: apa

Bezirk: Wipptal