Beschlussantrag zur Eindämmung des Schwerverkehrs

Brenner-Transit: Südtiroler Landtag sendet Unterstützungssignal

Mittwoch, 08. November 2017 | 19:05 Uhr

Der Südtiroler Landtag hat am Mittwoch in Sachen Eindämmung des Lkw-Transits auf der Brennerachse ein Signal der Unterstützung für die Tiroler Bestrebungen gesendet. Ein Beschlussantrag der “Süd-Tiroler Freiheit” zur Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene wurde am Nachmittag mit 29 Stimmen bei zwei Enthaltungen angenommen, teilte der Landespressedienst in einer Aussendung mit.

Der Landtag beauftragte die Landesregierung, in Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol Maßnahmen zu ergreifen, um den Transitverkehr auf der Brennerstrecke zu reduzieren und ihn auf die Schiene zu verlagern. Dafür brauche es unter anderem einheitliche Regelungen im Bereich der Lkw-Verkehrsbeschränkungen wie etwa Nachtfahrverbote und Schadstoffrichtlinien sowie eine Angleichung der Mauttarife. Zudem soll das Thema auch bei einem Euregio-Verkehrsgipfel im Jänner berücksichtigt werden.

Der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) sagte in der Debatte zuvor, dass der Tarif für die A22 nicht nur der günstigste im Alpenraum, sondern auch der günstigste Italiens sei. Zudem müsse eine Obergrenze festgelegt werden. Durch die anstehende Verlängerung der Autobahnkonzession würden sich Möglichkeiten für eine Tarifpolitik der Verlagerung auf die Schiene und der Unterbindung des Umwegverkehrs ergeben, wurde Kompatscher in der Aussendung zitiert. Beim Verkehrsgipfel der Europaregion Anfang Jänner soll auch eine gemeinsame Tarifpolitik Thema sein.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare auf "Brenner-Transit: Südtiroler Landtag sendet Unterstützungssignal"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Norbi
Norbi
Tratscher
14 Tage 9 h

STF bitte auf welche Schiene? durchs Wipptal saust fast alle 4-5 Minuten ein Zug. Landtag beauftragt die Landesregierung Bo . Am ende immer wieder das gleiche. Müssen darüber reden beste Möglichkeit suchen in Auftrag geben 500.000€ bezahlen um zu kapieren dass momentan die öbb und auch die fs nicht in der lage sind mehr auf die schiene zu schicken

bern
bern
Tratscher
14 Tage 10 h

Es gibt in der EU den Grundsatz des freien Warenverkehrs. Das lässt sich mit einer “Obergrenze” nicht aushebeln.
Und auf die Schiene kriegt man die Waren auch nicht, da die FS ein unzuverlässiger Staatsbetrieb ist.
Die Lösung wäre eine Oberleitung auf der Autobahn und elektrisch fahrende LKWs.

Dagobert
Dagobert
Superredner
13 Tage 23 h

Wenn sich nicht alle gegen die Autobahn Mailand-Ulm und die Alemania so gesträupt hätten, wäre dieses Problem für Südtirol schon längst behoben.
Aber genau, dann könnte man nicht am Warenverkehr auf der Brennerachse fleissig mitkassieren und das wäre wohl für die Süd und Nordtiroler sehr sehr bitter.

So ist das
So ist das
Superredner
14 Tage 9 Min

… Durch die anstehende Verlängerung der Autobahnkonzession würden sich Möglichkeiten für eine Tarifpolitik der Verlagerung auf die Schiene und der Unterbindung des Umwegverkehrs ergeben …
Die Änderung der Tarifpolitik, welche von der betroffenen Bevölkerung seit Jahren gefordert wird, ist erst durch die Verlängerung der Konzession möglich? Oder wohl eher nur aktuell, weil Wahlen anstehen?

wpDiscuz