Der britische Premier Boris Johnson bleibt unberechenbar

Brexit: EU und Großbritannien suchen weiter nach Lösung

Samstag, 03. Oktober 2020 | 17:28 Uhr

Im Brexit-Streit wollen die EU und Großbritannien weiter versuchen, ein Abkommen über die künftigen Beziehungen zu erreichen. Dies bekräftigten EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der britische Premier Boris Johnson nach einem Gespräch am Samstag. Man sei sich einig. “wie wichtig es ist, wenn irgend möglich, eine Vereinbarung zu finden als starke Basis für eine strategische Beziehung zwischen der EU und Großbritannien in der Zukunft”, hieß es in der Mitteilung.

Von der Leyen und Johnson hätten die Einschätzung ihrer beiden Chefunterhändler bekräftigt, dass in den vergangenen Wochen zwar Fortschritte erreicht worden seien, dass aber “erhebliche Lücken bleiben”. “Sie trugen ihren Chefunterhändlern auf, intensiv zu arbeiten, um diese Lücken zu überbrücken”, hieß es weiter.

Es geht um ein Handelsabkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase ab 2021. Am Freitag war die neunte Verhandlungsrunde ohne entscheidende Fortschritte zu Ende gegangen. Die Zeit wird nun extrem knapp: Johnson hatte eine Frist bis zum 15. Oktober gesetzt. Die EU sagt, ein Abkommen müssen bis 31. Oktober fertig sein, damit es noch ratifiziert werden könne.

Hauptstreitpunkte in den Verhandlungen ist die Forderung der EU nach gleichen Sozial-, Umwelt- und Subventionsstandards – also gleiche Wettbewerbsbedingungen, genannt “Level Playing Field”, sowie die Absicht Großbritanniens, den Zugang von EU-Fischern in seine Gewässer einzuschränken.

Unabhängig davon entbrannte jetzt auch noch ein Streit über die Einhaltung des bereits gültigen EU-Austrittsabkommens, das Johnson per Gesetz teilweise aushebeln will. Die EU sieht das als schweren Vertrauens- und Rechtsbruch – und kündigte am Donnerstag rechtliche Schritte an.

Großbritannien hat die EU am 31. Jänner verlassen. Nach Ende der Übergangsfrist scheidet das Land zum Jahresende auch aus dem Binnenmarkt und der Zollunion aus. Gelingt kein Vertrag, drohen Zölle und hohe Handelshürden.

Von: APA/ag.

Kommentare

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6 Kommentare auf "Brexit: EU und Großbritannien suchen weiter nach Lösung"


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Dublin
Dublin
Kinig
28 Tage 12 h

…hört endlich auf, diesem populistischen Proleten nachzulaufen…hält nicht mal Verträge ein, die er selber unterschrieben hat…
😝

Mistermah
Mistermah
Kinig
28 Tage 1 h

Komisch das die Eu dies muss…

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
28 Tage 11 h

Jaaa der Herr Johnson glaubt viel, wenn der Tag lang ist, das wissen wir ja bereits … 🙂 
Er wird sehen, was er mit seinem unrümlichen Verhalten zurückbekommt. 

Neumi
Neumi
Kinig
28 Tage 12 h

“wenn alle einfach etwas gesunden Menschenverstand an den Tag legen” … sagt der, der wider besseren Wissens einseitig den Vertrag ändert und meint, damit durchzukommen.

Mistermah
Mistermah
Kinig
28 Tage 1 h

Ja liebe EU was nun???? GB ist weg, warum läuft ihr Ihnen immer noch nach und bettelt um… was denn überhaupt? Scheint es nötig zu haben…

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
27 Tage 12 h

hahahhaha der Mistermah weiß wieder mal, was genau in Brüssel abläuft …. Die EU “bettelt um” …. Deine Meinungsmache ist einfach zu amüsant 🙂
Danke wieder für diesen Grinser 🙂

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