Der Druck auf May wegen des Brexit steigt

Briten offen für längere Brexit-Übergangsfristen

Mittwoch, 17. Oktober 2018 | 22:59 Uhr

Die britische Premierministerin Theresa May hat am Mittwochabend beim EU-Gipfel zum Brexit die anderen 27 Staats- und Regierungschefs 15 Minuten lang über ihre Vorschläge informiert. Das berichteten Ratskreise der APA in Brüssel. Dabei habe sie gesagt, dass Großbritannien “bereit wäre, eine Verlängerung der Übergangsfristen zu überlegen”.

Nach Angaben von EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat May den 27 anderen Staats- und Regierungschefs “nicht wirklich substanziell Neues” präsentiert. May meinte vor den Beratungen, dass seit dem EU-Gipfel in Salzburg beträchtliche Forschritte erzielt worden seien. Die Teams beider Seiten hätten sehr hart gearbeitet. Die meisten Bereiche seien gelöst, “aber da ist noch die Frage des nordirischen Backstops”. Aber “jeder am Tisch will einen Deal. Wir arbeiten eng und intensiv. Ein Deal ist erreichbar”. Aber es sei jetzt nicht an der Zeit, dass dies geschehe.

Am späten Mittwochabend beendeten die EU-Staats- und Regierungschefs ihre Beratungen. Der Gipfel soll Donnerstag früh mit den Themen Migration, Sicherheit und Euro-Reformen weiter gehen.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte danach, es habe, wie er schon vor der Sitzung erklärt habe, keinen Durchbruch gegeben. Aber es gebe den Willen für eine gemeinsame Lösung. Jedenfalls sei es gelungen, die Einheit der 27 zu wahren. Es gebe sogar weniger Diskrepanzen zu unterschiedlichen Zugängen. Die britische Premierministerin Theresa May habe ihre Sicht der Dinge dargelegt. “Ich muss ehrlich zugeben, vieles von dem, was sie gesagt hat, war uns bekannt. Gleichzeitig hat sie positiv bekräftigt, dass es den klaren Willen für eine gemeinsame Lösung gibt”.

Das Vertrauen der EU-27 in Chefverhandler Michel Barnier sei eindeutig gegeben. Angesprochen auf eine mögliche Lösung für die irische Frage sagte der Kanzler, es gebe von Barnier einige Ideen, wie man die Grenzfrage besser lösen könne, sodass es zu keiner harten Grenze komme. Notwendig sei es, dafür auch Vertrauen zu entwickeln. Er sei nach wie vor optimistisch, dass es in den nächsten Wochen und Monaten zu einer Klärung der Brexit-Frage komme.

Von: APA/dpa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Briten offen für längere Brexit-Übergangsfristen"


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Paul
Paul
Universalgelehrter
1 Monat 8 h

berät mal über die grassierenden Korupption in EU Länder und EU Parlament

Tabernakel
1 Monat 4 h

Dasst Du als Angehöriger des Mafia-Staates Italien? Kehre erst einmal vor Deiner Türe.

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