Auch Treffen mit Südtiroler Senatoren und Abgeordneten

Bures reist zu Treffen der EU-Parlamentspräsidenten nach Rom

Dienstag, 14. März 2017 | 10:45 Uhr

Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) reist am Mittwoch für einen mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Rom. Geplant sind bilaterale Gespräche mit den Präsidenten des italienischen Parlaments. Bures wird außerdem an der außerordentlichen Konferenz der EU-Parlamentspräsidenten anlässlich des 60. Jahrestages der Römischen Verträge teilnehmen.

Die Nationalratspräsidentin trifft am Mittwoch ihre Amtskollegin Laura Boldrini. Die Präsidentin der italienischen Abgeordnetenkammer war zuletzt im Dezember 2015 zu Gast in Wien. Nach dem Austausch mit Boldrini ist am Nachmittag auch ein Arbeitsgespräch mit dem italienischen Senatspräsidenten Pietro Grasso geplant. Am Abend wird Bures außerdem mit den Südtiroler Senatoren und Abgeordneten zusammentreffen. Thema bei den Gesprächen werden unter anderem Fragen zur Zukunft der EU, zur sozialen Sicherheit in Europa und zu Migrations- und Flüchtlingsbewegungen sein.

Am Freitag hält die Nationalratspräsidentin dann eine Rede bei der außerordentlichen Konferenz der EU-Parlamentspräsidenten anlässlich des 60. Jahrestages der Römischen Verträge. Im Zentrum der Konferenz steht die historische Dimension der EU-Gründungsverträge und Reformvorschläge, die die Einhaltung der Friedens- und Wohlstandsversprechen der Union sichern soll.

“Die europäische Einigung erforderte immer harte Arbeit, immense Überzeugungskraft und die kritische Auseinandersetzung mit den historischen und politischen Gegebenheiten der jeweiligen Zeit. Die Geschichte zeigt aber klar, der Interessensausgleich zwischen den europäischen Staaten ist unabdingbar”, so Nationalratspräsidentin Bures im Vorfeld ihrer Reise.

Die Römischen Verträge wurden am 25. März 1957 von Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in Rom unterzeichnet und traten am 1. Jänner 1958 in Kraft; sie umfassten den EWG-Vertrag (Errichtung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft), den EURATOM-Vertrag (Errichtung der Europäischen Atomgemeinschaft) und das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften. Die Römischen Verträge gelten seither als “Geburtsdokumente” der Europäischen Union.

Von: apa

Bezirk: Bozen

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