Nachfolger von Armin Laschet gesucht

CDU startet Mitgliederbefragung zu neuem Parteivorsitzenden

Samstag, 04. Dezember 2021 | 11:22 Uhr

Die CDU hat mit einer Mitgliederbefragung über den Nachfolger von Parteichef Armin Laschet begonnen. Erstmals sollen die rund 400.000 Parteimitglieder eine Vorentscheidung über die Spitzenpersonalie treffen. Kandidaten sind der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Nach ihrem Desaster bei der deutschen Bundestagswahl will sich die Partei personell neu aufstellen.

Die CDU-Mitglieder können bis zum 16. Dezember online oder per Briefwahl abstimmen, am Tag danach soll das Ergebnis vorgestellt werden. Falls eine zweite Abstimmungsrunde nötig ist, beginnt diese am 29. Dezember, sie würde bis zum 12. Jänner 2022 dauern. Die endgültige Entscheidung über den neuen Vorsitzenden sollen dann die 1.001 Delegierten bei einem digitalen Parteitag am 21./22. Jänner treffen. Anschließend muss die Wahl per Briefwahl bestätigt werden.

Bei einer gemeinsamen Vorstellungsrunde der drei Kandidaten waren am Mittwoch viele Übereinstimmungen deutlich geworden. Alle drei plädierten etwa dafür, dass die Union mehr Menschen mit Migrationshintergrund einbinden und für Frauen attraktiver werden müsse. Viel Einigkeit gab es auch beim Kampf gegen die Corona-Pandemie, der Klima- und der Außenpolitik.

Röttgen und Merz hatten bereits Anfang des Jahres für den Parteivorsitz kandidiert – und damals auf einem Parteitag gegen Laschet verloren. Dieser sagte nun der “Süddeutschen Zeitung” (Samstag), dass er gerne vieles verändert hätte, “aber ich hatte einfach zu wenig Zeit”. “Es freut mich, dass jetzt alle Kandidaten für den Parteivorsitz erklären, dass wir das Soziale stärker betonen müssen, dass wir mehr Vielfalt brauchen, dass wir mehr Frauen in Führungsämtern und dass wir mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte brauchen. Als ich für den CDU-Vorsitz kandidiert habe, war all das noch mein Alleinstellungsmerkmal, jetzt wollen es alle.”

Die Union hatte bei der Bundestagswahl in Deutschland ein historisch schlechtes Ergebnis erzielt. SPD, Grüne und FDP wollen in den kommenden Tagen die erste Ampel-Koalition auf Bundesebene bilden und die Union damit in die Opposition schicken.

Von: APA/dpa

Kommentare

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6 Kommentare auf "CDU startet Mitgliederbefragung zu neuem Parteivorsitzenden"


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pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

Wenn man bedenkt, dass die SPD mit Kevin Kühnert ein rethorisches “Schwergewicht” als Gerneralsekretär aufstellt, dann sollte  bei der CDU etwas ebenbürtiges sein. Das spricht für die Kombination Merz/Czaja.

Zugspitze947
1 Monat 17 Tage

pfaelzerwald :du meinst wohl einen frechen Bubi ohne tatsächlich AHNUNG ? 🙁

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

@Zugspitze
Nein, ich meine mit Ahnung!
Und ich sprach vom Generalsekretär! Und ich bin ziemlich sicher, dass wir beide Herrn Cjaja (noch) nicht kennen.

Unioner
Unioner
Tratscher
1 Monat 17 Tage

Egal wer es von den dreien macht, sie stehen nicht für einen Neuanfang. Da braucht es unverbraucht junge Leute die nicht mit dem Versagen der letzten Jahre in Verbindung gebracht werden können.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

@unioner
Also wenn einer nicht mit dem Versagen der letzten Jahre in Verbindung gebracht werden kann,  ist es Merz. Der war 12 Jahre nicht in Parlament und Regierung dabei.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

Danke Laschet, die Jungen in der Union werden es dir danken, dass du “gegangen wirst!!!! Sorry für das Wortspiel… 😅🤣

Ps. Hat die Union den nichts gelernt, jett stellen sich doch tatsächlich zwei Verliere der letzten Wahlen nochmals….

Eine Gerstsuppe die aufgekocht wird, schmeckt deshalb nicht unbedingt besser als das erste mal, sonst hätte man ja dieses aufgegessen oder ausgelöffelt!

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