Meraner Grünen begrüßen Vorstoß der Landesregierung

“Chance für Mobilität der Zukunft”

Dienstag, 23. August 2022 | 18:58 Uhr

Meran – Die Meraner Grünen begrüßen den Vorstoß der Landesregierung, auf 40 Millionen Euro Staatsbeitrag zurückgreifen zu wollen, um zwischen Meran und Schenna eine straßenunabhängige Verbindung errichten zu können. Damit würde Meran spürbar vom Autoverkehr entlastet und eine innovative, klimafreundliche sowie sozial verträgliche Mobilität ermöglicht. Die Standseilbahn dürfe jetzt nicht an Partikularinteressen scheitern, so die Grünen.

Die größte Fraktion im Meraner Gemeinderat befürwortet die für Montag – wenn auch kurzfristig – angesetzte Informationsveranstaltung für Gemeinderäte von Meran, Schenna und Dorf Tirol sowie Interessensvertreter. Ein Vorprojekt für eine Standseilbahn zwischen Meran und Schenna soll noch im August in Rom eingereicht werden, um Anspruch auf eine Finanzierung erheben zu können. “Rösch und seine damaligen Regierungspartner PD, SVP und Alleanza per Merano hatten mit einer Machbarkeitsstudie und in sehr konstruktiver Zusammenarbeit mit der Bezirksgemeinschaft und den Gemeinden Schenna und Dorf Tirol den Anstoß für dieses Projekt gegeben. Darauf haben unter anderem zwei private Unternehmen je ein eigenes Projekt der Landesregierung vorgelegt.” Jetzt eröffne sich mit den Geldern aus Rom eine weitere Chance”, so die Meraner Grünen.

„Die Standseilbahn ist ein wichtiger Baustein der zukünftigen Meraner Mobilität“, so der ehemalige Bürgermeister Paul Rösch. „Eine Entlastung der Straßen kommt vor allem auch den Bewohnerinnen und Bewohnern zugute. Heute fahren beispielsweise auf den Buslinien nach Schenna und Dorf Tirol 24 Busse pro Stunde durch Obermais. Mit einer straßenunabhängigen Verbindung ließe sich diese Zahl auf einige wenige reduzieren – von den Autos ganz zu schweigen“. Denn auch nach Fertigstellung des Küchelbergtunnels müssten die Pkw aus Schenna weiterhin durch Obermais oder Sinich fahren.

„Mit einer Standseilbahn könnten Tirol, Schenna und Meran noch näher zusammenwachsen. Das bietet für alle Gemeinden Vorteile. Einerseits wäre das Meraner Stadtzentrum dadurch noch leichter umweltfreundlich zu erreichen; umgekehrt könnten die Menschen auch in wenigen Minuten in die benachbarten Gemeinden gelangen und die dortigen Freizeitangebote nutzen“, so Madeleine Rohrer, ehemalige Stadträtin für Mobilität. “Eine im Herbst 2017 in allen drei Gemeinden durchgeführte Befragung der Passanten hatte ergeben, dass es eine sehr starke Verflechtung zwischen Meran, Schenna und Dorf Tirol gibt. So finden 82 Prozent der Wege, die von Meran ausgehen, innerhalb der drei Gemeinden statt. Nur drei Prozent der zufällig befragten Personen in Meran hatten als Ziel der ersten Etappe weder Meran noch Dorf Tirol oder Schenna. Diese Wege gilt es klimafreundlich und frei von Stau zurückzulegen.”

„Die Informationsveranstaltung vom Montag ist der erste Schritt für eine öffentlichen Debatte“, so Andrea Rossi, ehemaliger Vizebürgermeister. “Unter Bürgermeister Rösch wurde die Machbarkeitsstudie in einer Bürgerversammlung vorgestellt und die weiterführenden Unterlagen auf der Website der Gemeinde veröffentlicht.” Die Landesregierung und die Gemeinde Meran müssten jetzt auch endlich die eingelangten Projekte der Privaten öffentlich machen und die Menschen vor Ort einbeziehen.” Die Grünen appellieren an die Landesregierung und den Meraner Bürgermeister, das Projekt einer straßenunabhängigen Verbindung beherzt weiter zu verfolgen. „Die Standseilbahn darf nicht an einigen Partikularinteressen scheitern“, so die größte Fraktion im Gemeinderat.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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5 Kommentare auf "“Chance für Mobilität der Zukunft”"


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thomas
thomas
Kinig
1 Monat 10 Tage

von der jetzigen Meraner Stadtregierung ist nichts zu erwarten, die schlafen

Faktenchecker
1 Monat 9 Tage

Rösch wird es wieder richten müssen. Die nächste Wahl kommt.

Reinhard_Bauer
1 Monat 9 Tage

In Meran bewegt sich was! Das Militärareal, das im Herbst übergeht, der kommende Deal des Pferderennplatzes und das Leistbare Wohnprojekt samt Seniorenwohnungen in der 1. Maistraße sind nur drei von vielen konkreten Projekten die umgesetzt werden. Informieren Sie sich am besten selbst 😉

Faktenchecker
1 Monat 10 Tage

Das endet mal wieder in einer Provinzposse.

Reinhard_Bauer
1 Monat 9 Tage
Um das Meraner Verkehrsproblem zu lösen, ist ein Mobilitätskonzept erforderlich, das Autofahrer zu einer sinnvollen und freiwilligen Alternative führt. Der Umstieg muss logisch erfolgen. Das im Jahr 2014 fertig geplante Mobilitätszentrum ist dabei Dreh- und Angelpunkt einer Lösungsstrategie. Nachdem es von den Grünen in der letzten Legislatur abgewiesen wurde, wird es nun endlich wieder aufgenommen! In Meran gibt es ebenso Bestrebungen zur Errichtung einer Standseilbahn. Bereits unter SVP-Bürgermeister Günther Januth wurden richtungsweisende Konzepte entwickelt. Das Projekt ist also nicht neu und wurde auch nicht von den Grünen erdacht! Derartige Projekte müssen aber nach dem Kriterium des Wertgewinns betrachtet werden. Sie… Weiterlesen »
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