"Künftig muss Informationsfluss schneller sein"

Chaos auf Brennerautobahn: Platter weist Kritik zurück

Montag, 04. Februar 2019 | 16:00 Uhr

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat die Kritik der italienischen Frächterverbände an der hiesigen Verkehrspolitik im Zusammenhang mit dem Schneechaos auf der Brennerautobahn am Wochenende zurückgewiesen. “Es kann nicht sein, dass bei jedem Problem, welches auf der A22 entsteht, die Tiroler Verkehrspolitik verantwortlich gemacht wird”, so Platter, der künftig einen schnelleren Informationsfluss forderte.

Tirol habe die italienischen Behörden in dieser prekären Situation vollends unterstützt. Gemangelt habe es aber “anscheinend an der internen Kommunikation in Italien”, so der Tiroler Landeschef: “Ich fordere deshalb die italienischen Behörden auf, bei solch absehbaren Wetterereignissen eine bessere und schnellere Informationspolitik zu betreiben, denn es ist nicht das erste Mal, dass es stärker schneit – und es wird auch nicht das letzte Mal sein.”

Die möglichen Behinderungen auf der A22 in Südtirol hätten sich durch die anhaltenden Schneefälle in Italien bereits am Freitagabend abgezeichnet. Daher seien in Tirol auch die nötigen Vorkehrungen getroffen worden. “Offensichtlich ist es auf italienischer Seite der Brennerautobahn nicht gelungen, rechtzeitig für eine ausreichende Räumung der Fahrbahn in Richtung Norden zu sorgen”, kritisierte Platter. Trotz der großräumigen Ankündigungen der Brennersperre bereits in Bayern habe der Zulauf zum Brenner aber nicht gänzlich unterbunden werden können.

Von: apa

Bezirk: Bozen, Wipptal