Außenminister Wang Yi für Frieden und Stabilität in der Region

China sagte volle Umsetzung neuer Nordkorea-Sanktionen zu

Dienstag, 08. August 2017 | 05:50 Uhr

China hat eine strikte Umsetzung der verschärften UNO-Sanktionen gegen Nordkorea zugesagt. Zwar werde die Volksrepublik wegen ihrer traditionell engen Wirtschaftsbeziehungen zu Nordkorea den höchsten Preis dafür zahlen müssen, sagte Außenminister Wang Yi am Montag bei einem Treffen des südostasiatischen Staatenbundes ASEAN in Manila, wie sein Ressort am Dienstag mitteilte.

Aber um das System gegen die Verbreitung von Atomwaffen zu stärken sowie Frieden und Stabilität in der Region zu schützen, werde China wie schon vorherige Beschlüsse auch die neue Resolution der Vereinten Nationen voll umsetzen. Die Resolution mache aber auch klar, dass die gestoppten Sechs-Parteien-Gespräche zwischen Nordkorea sowie Südkorea, China, Russland, Japan und den USA zur Lösung des Konflikts wieder aufgenommen werden sollten. Dies hätten auch die USA im Sicherheitsrat unterstützt.

China ist Nordkoreas einziger wichtiger Verbündeter und Handelspartner. Gegen das isolierte Land gibt es wegen des Raketen- und Atomprogramms bereits seit 2006 UNO-Sanktionen. Am Samstag hatte der Sicherheitsrat auf Drängen der USA neue Strafmaßnahmen verhängt, die Nordkorea die Ausfuhr von Kohle, Eisen, Blei und Fisch verbieten, um die Exporteinnahmen um ein Drittel zu kappen.

Auslöser waren zwei Tests von Interkontinentalraketen im Juli. Die zuletzt erprobte Rakete soll auch die US-Westküste erreichen können. Nordkorea kündigte an, trotz der neuen Sanktionen nicht von seinem Atomprogramm abzurücken, und drohte den USA mit einem Atomschlag.

Von: APA/ag.

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz