Der Volkskongress in Peking

China will Geburtenrate steigern

Samstag, 11. März 2017 | 08:41 Uhr

Nach dem Ende der Ein-Kind-Politik in China will die Regierung die Geburtenrate mit neuen Unterstützungsmaßnahmen weiter ankurbeln. Der Staat müsse mehr Betreuungsplätze für Kinder schaffen und es Müttern erleichtern, nach der Geburt wieder problemlos ins Arbeitsleben zurückzukehren, sagte der Chef der Kommission für Gesundheit und Familienplanung, Wang Peian, beim Pekinger Volkskongress.

Mit 18,5 Millionen Babys habe die Zahl der Geburten 2016 um rund 1,4 Millionen höher gelegen als im Durchschnitt der fünf vorherigen Jahre. Das entspreche zwar den Erwartungen, dennoch gebe es viele Familien, die bisher vor weiterem Nachwuchs zurückschreckten. Grund dafür seien wirtschaftliche Belastungen sowie die Frage, wer nach der Geburt das Kind betreuen soll. Nach Angaben der Regierung zögern bisher 60 Prozent der chinesischen Eltern, ein zweites Kind zu bekommen.

1979 hatte Chinas Führung die Ein-Kind-Politik angeordnet, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Die Wende in der staatlich verordneten Familienpolitik erfolgte vergangenes Jahr als Reaktion auf die schnelle Alterung des Milliardenvolkes und die rückläufige Geburtenquote.

Von: APA/dpa