Hackergruppe Hafnium schlug zu

Chinesischer Hackerangriff auf Tausende US-Organisationen

Samstag, 06. März 2021 | 09:11 Uhr

Mindestens 30.000 US-Organisationen sind einem Bericht zufolge von einem “ungewöhnlich aggressiven” chinesischen Hackerangriff betroffen. Die Angreifer hätten eine Sicherheitslücke im E-Mail-Dienst Exchange des Softwarekonzerns Microsoft ausgenutzt, E-Mails gestohlen und Computer mit Programmen infiziert, die eine Fernsteuerung erlauben würden, so Cybersicherheitsexperte Brian Krebs. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jennifer Psaki, sprach von einer “aktuellen Bedrohung”.

“Jeder, der diese Server nutzt, muss jetzt handeln”, sagte Psaki und riet dazu, möglichst schnell ein verfügbares Sicherheitsupdate zu installieren. “Wir befürchten, dass es eine große Zahl an Opfern gibt.”

Nachdem Microsoft am Dienstag das Sicherheitsupdate für Exchange veröffentlicht hatte, sei die Zahl der Angriffe “dramatisch angestiegen”, schrieb Krebs unter Berufung auf anonyme Quellen. “Mindestens 30.000 Organisationen in den Vereinigten Staaten, darunter eine erhebliche Zahl an kleinen Unternehmen, Stadtverwaltungen und Regionalregierungen, sind in den vergangenen Tagen von einer ungewöhnlich aggressiven chinesischen Cyberspionage-Einheit angegriffen worden, die sich auf den Diebstahl von E-Mails konzentriert.”

Die von Microsoft “Hafnium” genannte Hackergruppe ist nach Angaben des Unternehmens ein “sehr versierter und hochentwickelter Akteur”. Hafnium hatte in der Vergangenheit laut Microsoft vor allem auf Organisationen und Einrichtungen in den USA abgezielt. Betroffen waren demnach “Forschungseinrichtungen für Infektionskrankheiten, Anwaltskanzleien, Hochschulen, Verteidigungsunternehmen, politische Denkfabriken und Nichtregierungsorganisationen”. Die Gruppe habe ihren Sitz in China, agiere aber hauptsächlich über gemietete virtuelle private Server in den USA.

Die US-Behörden haben der chinesischen Regierung in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen, hinter Hackerangriffen in den USA zu stehen. Peking weist dies regelmäßig zurück.

Von: APA/AFP

Kommentare

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6 Kommentare auf "Chinesischer Hackerangriff auf Tausende US-Organisationen"


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quilombo
quilombo
Tratscher
1 Monat 11 Tage

die armen armen unschuldigen Usa. Immer nur die Opfer, nur sie spionieren natürlich nie jemanden aus, und mischen sich auch selbstverständlich niemals irgendwo ein!

halihalo
halihalo
Superredner
1 Monat 11 Tage

China ist sicher ein Schurkenstaat aber es stimmt , amerikanische Firmen wie Google Facebook usw. spionieren uns schon lange alle aus

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Der chinesische Machthaber Xi Jinping schaut nur aus wie ein braves Bübchen, ist aber ein ausgekochtes Schlitzohr erster Klasse.
Sein Ziel: China wirtschaftlich und militärisch an erster Stelle zu haben.

Didi
Didi
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Ja die Chinesen, i boykottiere alles was geht vin denen…

halihalo
halihalo
Superredner
1 Monat 10 Tage

ich auch so viel ich kann ..leider sieht man es oft nicht auf den ersten Blick . wir dürfen uns nicht wundern das die Wirtschaft bei uns nicht so gut läuft wenn so viel von Fernost (nicht nur China ) gekauft wird

shanti
shanti
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Ist ja klar,irgendwann wird die ganze Welt von china geführt!Aufwachen

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