In Virginia und Colorado sogar zweistelliger Abstand

Clinton führt in neuen Umfragen in wichtigen Swing States

Samstag, 13. August 2016 | 06:43 Uhr

Knapp drei Monate vor der US-Präsidentschaftswahl hat Hillary Clinton ihre Führung in vier besonders umkämpften Swing States ausgebaut. Laut einer Umfrage des Senders NBC und des “Wall Street Journal” hält die Kandidatin der Demokraten in Virginia und Colorado ihren republikanischen Konkurrenten Donald Trump mit jeweils zweistelligem Abstand auf Distanz.

In Florida sind es fünf Punkte, in North Carolina neun. Die “Swing States” oder “Battleground States” sind diejenigen der 50 Staaten, die keine der zwei Großparteien für sich gepachtet haben, sondern wo die Mehrheiten für Demokraten oder Republikaner wechseln und die Ergebnisse oft knapp sind. Sie sind daher stark umkämpft.

Clinton hat unterdessen ihre Steuererklärung veröffentlicht – und damit den Druck auf Trump verstärkt, der sich dieser Gepflogenheit hartnäckig verweigert. “Was hat er zu verbergen?” – mit dieser Frage suchte Clintons Wahlkampfteam am Freitag die Spekulationen um die Steuerverhältnisse des Republikaners anzuheizen.

Trump konterte mit dem Vorwurf, die Demokratin wolle von ihrer E-Mail-Affäre ablenken. Auf die Aufforderungen des Clinton-Lagers, seinerseits seine Steuererklärung publik zu machen, ging der Immobilienmilliardär nicht ein. Er hat in der Vergangenheit argumentiert, dass er seine Steuererklärung wegen einer seit Jahren laufenden Steuerprüfung nicht veröffentlichen könne. Clintons Sprecherin Jennifer Palmieri verwarf dies als “Ausreden”.

In den USA ist es Brauch, dass die Präsidentschaftskandidaten ihre Steuererklärungen veröffentlichen. So wurde es in den vergangenen neun Wahlen gehandhabt. Trump hat jedoch ein Dokument, das er im Mai der Wahlbehörde FEC übermittelt hatte, als ausreichend bezeichnet. Dieses enthält jedoch nur grobe Zahlen zu seinem Vermögen und Einkommen.

Die Demokraten mutmaßen, dass der Baulöwe seine Steuererklärung zurückhält, weil er möglicherweise weniger Vermögen habe als von ihm angeführt, weil er vielleicht wenig oder gar keine Steuern zahle oder weil er wenig für wohltätige Zwecke spende.

Laut der auf Clintons Website veröffentlichten Steuererklärung für das Jahr 2015 nahmen die Präsidentschaftskandidatin und ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton zusammen 10,6 Millionen Dollar (9,5 Mio. Euro) ein. Darauf zahlten sie Steuern in Höhe von 3,6 Mio. Dollar. Eine Million Dollar spendeten die Clintons dem Dokument zufolge an die nach ihnen benannte Stiftung.

Von: APA/dpa/ag.

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