Testergebnisse bei Massentest in Südtirol mit Verzögerungen

Massentest für LH Kompatscher kein “Allheilmittel”

Samstag, 21. November 2020 | 16:00 Uhr

Bozen – Bei der Corona-Massentestung von Südtirols Bevölkerung ist es zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Testergebnisse gekommen. Rund zehn Prozent seien davon betroffen, teilte der Südtiroler Sanitätsdienst am Samstagnachmittag mit. Dies sei geschehen, “weil entweder die E-Mail-Adresse oder die angegebene Telefonnummer nicht korrekt oder gar nicht angegeben war”, hieß es.

Die betroffenen Bürger wurden um Geduld gebeten und dass sie nicht in die Testzentren zurückgehen. Sie würden nun entweder per E-Mail oder SMS über die weitere Vorgangsweise verständigt, “je nachdem, welche Angabe korrekt vorhanden ist”. Es werde “intensiv” an einer Lösung gearbeitet und man versuche herauszufinden, “welches die Ursache für Verzögerungen bei der Zustellung der SMS ist”, wurde versichert.

Wer sich einem Test unterzieht, wird per E-Mail mit einem verschlüsselten PDF über das Testergebnis informiert. Das PDF kann mit einem via SMS zugestellten Zugangscode geöffnet werden. Bis 16.00 Uhr ließen 211.957 Südtiroler untersuchen, ob sie corona-positiv sind. Das entspricht 60,5 Prozent der angesprochenen Bevölkerung, teilte der Sanitätsbetrieb mit. 1,1 Prozent der Testergebnisse waren positiv, hieß es. Noch bis Sonntag haben die rund 350.000 aufgerufenen Südtiroler Zeit, einen Antigen-Schnelltest durchführen zu lassen.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) sagte indes im Interview mit der “Kleinen Zeitung” (Samstags-Ausgabe), dass der Massentest “mit Sicherheit kein Allheilmittel und auch nicht die Lösung des Problems” sei und verwies stattdessen auf einen Impfstoff. Die Aktion könne aber helfen, “den Lockdown zu verkürzen, weil wir damit viele asymptomatisch Positive herausfiltern können”. Zudem werde dies keine “Einmalaktion” bleiben, weitere Screenings in “Gemeinden, Bezirken, Risiko- und Personengruppen” sollen folgen, meinte er.

Von: apa

Bezirk: Bozen