Studie der Universität der Vereinten Nationen

Coronakrise droht Armut auf der Welt massiv zu verschärfen

Freitag, 12. Juni 2020 | 08:30 Uhr

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie könnten UNO-Forschern zufolge weitere 395 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen. Die Gesamtzahl der Menschen, die weltweit von weniger als 1,90 Dollar (1,67 Euro) pro Tag leben, könne damit auf mehr als eine Milliarde steigen, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie der Universität der Vereinten Nationen hervor.

Die Aussichten für die Ärmsten der Welt seien düster, wenn die Regierungen nicht schnell mehr tun, sagte Andy Sumner, einer der Studienautoren. “Die Fortschritte bei der Armutsbekämpfung könnten um 20 bis 30 Jahre zurückgeworfen werden.”

Die Studie der Uni-Abteilung United Nations University World Institute for Development Economics Research (UNU-WIDER) spielte eine Reihe von Szenarien durch und berücksichtigte dabei die verschiedenen Armutsgrenzen der Weltbank – von extremer Armut, definiert von einem Lebensunterhalt von höchstens 1,90 Dollar pro Tag, bis hin zu höheren Armutsgrenzen von weniger als 5,50 Dollar pro Tag.

Unter dem schlimmsten Szenario – einem 20-prozentigen Rückgang des Pro-Kopf-Einkommens oder -Konsums – könnte die Zahl derer, die in extremer Armut leben, auf 1,12 Milliarden steigen. Der gleiche Rückgang für die 5,50-Dollar-Schwelle kalkuliert könnte demnach dazu führen, dass mehr als 3,7 Milliarden Menschen unterhalb dieser Armutsgrenze leben – und damit rund die Hälfte der Weltbevölkerung. Am Montag hatte die Weltbank erklärt, sie erwarte, dass 70 bis 100 Millionen Menschen durch die Pandemie in extreme Armut stürzen.

Von: APA/ag.

Kommentare
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Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

Extreme Armut bedeutet für mich, kein Heim, fast nichts zum Essen, kein sauberes Trinkwasser etc. Glaube nicht, das diese Dinge auf viele Staaten und Menschen in Europa zutreffen.

Missx
Missx
Kinig
1 Monat 30 Tage

Nein, Europa betrifft das wohl eher nicht.
Wie kann es uns deswegen egal sein, was in anderen Ländern passiert? Mir halt nicht!

So sehe ich das
So sehe ich das
Grünschnabel
1 Monat 30 Tage

@ Guenni
Sehr geehrter Guenni, Armut fängt da an wenn man Mitte Monat net weiss wie man über die Runden kommt.
Wenn man sich die Medikamente nicht mehr kaufen kann.
Wenn man in Vollzeit als Schulwart 1300 Euro verdient und die Miete 800 Euro kostet.
Es gibt extreme Armut auch in Südtirol

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

@Missx…von “egal” war bei mir nicht die Rede. Mir geht es um diejenigen, die permanent weit über ihre eigenen Verhältnisse leben und sich dann, wenn es zu Einschränkungen kommt, zu den Armen rechnen.

Guri
Guri
Superredner
1 Monat 30 Tage

Anstatt die absurden Kauf und Steuer Bonuse vom Staat . solte die Mehrwertsteuer gesenkt werden !! damit nämlich ist jeden geholfen . aber das was funktioniert im Ausland das gute wird nie übernommen , meistens nur das schlechte . gute Nacht Italia

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

Kein SUV, nicht 3 x im Jahr Urlaub, keine Designerklamotten und und und gehören nicht zu Armutsanzeichen

So sehe ich das
So sehe ich das
Grünschnabel
1 Monat 30 Tage

@ Guenni

Soll ich Ihnen zeigen wieviele Menschen mit 300 Euro Netto im Monat (in Südtirol) über die Runden kommen müssen !!!!!!!!!!!!!!

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

@So sehe ich das….der Armutsbericht spricht von ca. 50 Euro im Monat. Die 300, die du erwähnst, gibt es nicht nur in Italien. Bitte verstehe, ich habe mich nur auf den Artikel bezogen, was man eigentlich ja sollte, oder ??

insenfdazueh
insenfdazueh
Tratscher
1 Monat 30 Tage

Wenn die leit in orbeitsplotz verloren hobm , und kuene orbeit mehr kriegn , oder findn , noar wahrts ah , aso kemmin !
Und viele verlieren es eigenheim , des wose no nit ogezohlt hobm , und weart vertscheppert zu an spottpreis , damit sie no eppas zum essn kafn kennin ! Und sozialwohnungen wearn boldamol niehmer viele übrig bleibm !

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

Ich habe mich ausschließlich auf den Artikel von SN bezogen. Ich bestreite nicht, dass viele in finanziellen Schwierigkeiten stecken, aber mehr als 1,67 Euro am Tag, also ca. 50 Euro im Monat zum Leben haben in Europa die allermeisten, wenn nicht alle Menschen. Ausnahmen nicht ausgeschlossen.

Missx
Missx
Kinig
1 Monat 30 Tage

@güni
Kapierst du nicht, dass es Länder gibt wo bitterste Armut die Regel ist? Davon handelt der Artikel. Und jetzt verhungern durch den Weltweiten Lockdown noch mehr Leute

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

@Missx..was ist los mit dir, Brille verlegt ? Genau von dieser richtigen Armut steht in dem Artikel und davon habe ich geschrieben. Mit 50 € im Monat zum Überleben ist Armut !! Aber nicht durch Corona verursacht, sondern das “normale” alltägliche Leben. Nichts auf der hohen Kante hat meist andere Gründe.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

@Missx…tut mir leid, es so deutlich zu sagen, aber wenn du meinen Namen liest, schaltet dein Gehirn komplett ab. Genau das, was du mir vorwirfst, habe ich in mehreren Kommentaren betont, z.B. bei dem Kommentator, dem von 1300 nach Abzug Miete nur 500 Euro im Monat bleiben. Das ist brutal wenig, hat aber mit der im Artikel erwähnten Armut gar nicht zu tun. Lies bitte einfach nochmals nach.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 30 Tage

Sobald es hier im Forum auch nur der Spur nach um Geldverdienen, -ausgeben, -verwenden, -verteilen oder einfach nur besitzen geht, kommen Kommentare, die vor Missgunst, Neid, Selbstmitleid wegen zu wenig oder was auch immer, nur so strotzen. Ich finde es schäbig, denen, die mehr haben, zu versuchen, ein schlechtes Gewissen einzureden. Ich sage das zum wiederholten Mal, für so wichtige Veränderungen in einem Land, wie die Einkommens- und Abgabenstruktur ist primär die Regierung zuständig, die mehrheitlich in demokratischer Wahl zustande gekommen ist.

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