Tirols Landeshauptmann appellierte an Eigenverantwortung bezüglich Lombardei

Coronavirus: Neuerliche Grenzschließung laut Platter verhinderbar

Donnerstag, 18. Juni 2020 | 13:25 Uhr

Wenn es nach Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) geht, wird es zu keiner neuerlichen Grenzschließung innerhalb der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino (Euregio) kommen. Auch bei einer allfälligen erneuten Zunahme der Infektionszahlen gebe es Möglichkeiten, dies zu verhindern, sagte Platter bei einer Pressekonferenz nach der Euregio-Vorstandssitzung am Donnerstag in Innsbruck.

Man müsse die Gesundheitslage und auch allfällige Auswirkungen der Grenzöffnung aber sehr genau beobachten. “Wir gehen aber von einer positiven Entwicklung aus”, meinte Platter, derzeitiger Euregio-Präsident. Falls die Entwicklung doch in eine andere Richtung gehe, müsse man innerhalb der Euregio überlegen, wie man damit umgehe. Einen zweiten Lock-down werde es aber nicht mehr geben, war sich Platter sicher.

Bezüglich der immer noch relativ hohen Infektionszahlen in der Lombardei mahnte der Landeshauptmann die Eigenverantwortung der Bevölkerung ein. “Man muss deutlich zum Ausdruck bringen, dass man Vorsicht walten lassen muss”, sagte er. Die Öffnung der Grenze zu Italien sei aber “ein Gebot der Stunde” gewesen.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) und sein Trentiner Amtskollege Maurizio Fugatti (Lega) bedankten sich indes bei Platter für seinen Einsatz in der Frage der Grenzöffnung. “Es ist hauptsächlich dem Einsatz von Tirol zu verdanken, dass man die Reisefreiheit wieder hergestellt hat”, meinte etwa Kompatscher.

Im Trentino habe die Frage der Grenzschließung “große Sorge” ausgelöst, sagte Fugatti. Eine weitere Grenzschließung wäre ein Problem gewesen, vor allem auch für den Tourismus. “Aber die Euregio hat gezeigt, was sie kann und, dass sie Gewicht hat. Ich hoffe, dass es so weiter geht”, betonte der Trentiner Landeshauptmann.

Indes wurde bei der Euregio-Vorstandssitzung ein Tagesticket für den öffentlichen Verkehr für die gesamte Europaregion beschlossen. Mit dem “Euregio zwei plus” sollen zwei Personen plus maximal drei Kinder für 39 Euro einen Tag lang alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Europaregion benützen können.

Von: apa

Bezirk: Bozen, Wipptal

Kommentare

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8 Kommentare auf "Coronavirus: Neuerliche Grenzschließung laut Platter verhinderbar"


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Dublin
Dublin
Kinig
17 Tage 23 h

…wer’s glaubt wird selig…ich traue denen nicht mehr über den Weg…Euregio gibt’s eh nimmer…
🤔

Guenni1
Guenni1
Neuling
17 Tage 23 h

Das entscheidet der Kurze Kanzler nicht Platter. Alles nur Augenwischerei!

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Grünschnabel
18 Tage 12 Min

WARUM denn nur schottet man die Lombardei nicht noch einen Monat von Rest-Europa ab? Unverantwortlich, dieses nicht zu tun,m.M.n.!

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Tratscher
17 Tage 23 h

Bla bla bla und man wird bei einer erneuten welle die gewichtigkeit der euregio sehen wenn Kurz wieder die Grenzen schliesst.Also keinen Pfennig werd würde der deutsche sagen. Der Südtiroler sagt des isch for die Kotz

amme
amme
Universalgelehrter
18 Tage 15 Min

mit 39 konn i einiges tanken.was zahlen insre touristen für a woche?

sophie
sophie
Grünschnabel
18 Tage 9 Min

Jo i glab schun dass do Platter sehr viel bei gitrogn hot dass di Grenzn auf gong san, iglab jenssets der Grenze aber auch hier bei uns isch des ein sehr wichtiger Schritt gewesen..

meinungs.freiheit
17 Tage 23 h

Das Verhalten mancher Leute in der Lombardei ist beschämend. Soviel Tote und noch immer keine Disziplin zu zeigen ist respektlos gegenüber allen anderen.

Horti
Horti
Grünschnabel
17 Tage 22 h

Eigenverantwortung der Bevölkerung. Da treffen aber bei den Italienern 2 Welten aufeinander.

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