Tirols LH: "Bei uns ist das gut über die Bühne gegangen"

Coronavirus – Platter befürchtet keinen Mega-Stau am Brenner

Montag, 24. August 2020 | 07:45 Uhr

Der Megastau im Zuge der Grenzkontrollen bei der Einreise nach Österreich in der Nacht auf Sonntag in Kärnten lässt Tirols LH Günther Platter (ÖVP) nicht dasselbe Szenario am Brenner befürchten. “Bei uns ist das gut über die Bühne gegangen”, sagte Platter bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach. Man sei zudem mit Südtirol bzw. Italien gut abgestimmt.

“Wir haben Interesse daran, dass die Gesundheitskontrollen durchgeführt werden. Aber so, dass die Flüssigkeit des Verkehrs aufrechterhalten wird”, meinte Platter. Dies stelle angesichts des Urlauberreiseverkehrs eine “herausfordernde Situation dar, mit oder ohne Corona”. Die Situation am Brenner wäre zudem nicht mit jener in Kärnten vergleichbar. Das südliche Bundesland sei aufgrund der zahlreichen Rückkehrer aus Kroatien bzw. dem Balkan “wesentlich mehr betroffen”. Aufkeimende politische Kritik am Vorgehen der Bundesregierung wollte Platter nicht kommentieren.

In Tirol habe man jedenfalls im Vorfeld bereits “abfedernde Maßnahmen” mit Südtirol getroffen, zeigte sich der Landeshauptmann zufrieden. Dem schloss sich auch Südtirols Landeschef Arno Kompatscher (SVP) an. In Bezug auf die Kontrollen habe es eine “gute Abstimmung” gegeben. Dies sei ein Beispiel für die notwendige, intensive Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol bestehend aus dem Bundesland Tirol, Südtirol und dem Trentino, erklärte Kompatscher im Rahmen des Pressgespräches, das den “Tiroltag 2020” der Europaregion im Rahmen des Forums zum Inhalt hatte.

Platter zeigte sich indes trotz signifikant steigender Corona-Infiziertenzahlen weiter zuversichtlich, dass es zu keiner Grenzschließung am Brenner mehr kommen wird: “Wir werden alles daran setzen, dass es keine Grenzschließung mehr geben wird”. Eine der Maßnahmen, die dies verhindern soll, seien eben jene “anlassbezogenen Gesundheitskontrollen”.

In Bezug auf die Europaregion betonten Platter, Kompatscher und der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit. Letztere sei gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen besonders wichtig, so Kompatscher und kritisierte, dass dies “nicht allen handelnden Personen in Europa” bewusst sei. Jene würden eher auf “nationale Alleingänge” setzen. Alle drei Landeshauptleute streben eine Reform der Organe und Einrichtungen der Euregio an, wie etwa eine Aufwertung der Versammlung. Platter verwies zudem auf aktuelle Projekte. Dazu zählte beispielsweise eine gemeinsame Wasserstoffstrategie sowie geplante Innovationen wie eine Euregio-Katastrophenschutzübung und einen Euregio-Wetterbericht.

Das Forum Alpbach wird am frühen Sonntagabend eröffnet – mit Reden von Bundespräsident Van der Bellen und Forumspräsident Franz Fischler im Congress-Zentrum. Der seit 1945 existierende Kongress geht heuer Corona-bedingt neue Wege und findet vorwiegend online statt.

Von: apa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Coronavirus – Platter befürchtet keinen Mega-Stau am Brenner"


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ghostbiker
ghostbiker
Superredner
1 Monat 4 Tage

I glab nix mehr…in an Monat isch wieder olls zua u.nocho?

Nik1
Nik1
Superredner
1 Monat 4 Tage

Brauchen sich alle nicht beschweren!!! Der Coronavirus ist nicht nur seit ein paar Tagen da. Jeder der diesen Sommer in den Urlaub gefahren ist hat von vor her schon ahnen können was passiert. Und heutzutage kann man sich auch ganz einfach und schnell über die Lage informieren.

Stresser
Stresser
Tratscher
1 Monat 4 Tage

wia der trump olm sogen sie tians beschte derweil olm es gegenteil

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Österreich hatte am Wochenende den Verkehrscaos wohl nicht mehr unter Kontrolle, Karawankentunnel 12 bis 14 Std. Stau u.s.w.

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