"Unser Problem heißt nicht Iran, es heißt Ischgl"

Coronavirus: Deutsche Politiker beschuldigen Skigebiete

Dienstag, 17. März 2020 | 16:50 Uhr
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Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus geht nach Angaben des Gesundheitsminister im deutschen Bundesland Baden-Württemberg, Manne Lucha (Grüne), auch besonders auf Kontakte in Skigebieten zurück. “Unser Problem heißt nicht Iran, es heißt Ischgl”, sagte Lucha am Dienstag bei einer virtuellen Pressekonferenz in Stuttgart mit Blick auf beliebte Skigebiete.

“Die Après-Ski-Partys in Tirol haben uns ein ganz großes Problem ins Land gebracht.” Lucha appellierte an die Bürger, die sozialen Kontakte um 50 Prozent zu reduzieren. “Bitte Jugendliche, keine Corona-Partys!”, sagte Lucha.

Auch der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) führte am Dienstag die Ausbreitung des Virus unter anderem auf Kontakte in Skigebieten zurück. Er verwies etwa auf Südtirol, Österreich und die Schweiz. Das Risiko, das aus dem regen Austausch in Skigebieten entstanden sei, solle man nicht unterschätzen. Spahn bekräftigte den Aufruf an Heimkehrer aus den Skigebieten, zwei Wochen zu Hause zu bleiben.

Von: apa