Menschen sehen in Assange einen Helden

Demonstration für Wikileaks-Gründer Assange in London

Samstag, 22. Februar 2020 | 18:22 Uhr

Kurz vor Beginn der Anhörung des Wikileaks-Gründers Julian Assange haben Prominente am Samstag auf einem Protestmarsch in London dessen Freiheit gefordert. Sie demonstrierten gegen die mögliche Auslieferung des gebürtigen Australiers an die USA. Zu den Teilnehmern gehörten der Musiker und Produzent Brian Eno, Roger Waters, Chrissie Hynde oder der griechische Ex-Finanzminister Yannis Varoufakis.

Assanges Vater sagte, er verstehe nicht, warum sein Sohn im Gefängnis sei. “Die Haft ist unbegründet”, so John Shipton. Modedesignerin Vivienne Westwood nannte sich einen “Engel der Demokratie” und verlangte von der Justiz, Assange auf freien Fuß zu setzen. Demonstranten riefen “Schäm’ dich, Boris (Johnson; britischer Premierminister, Anm.)”, auf Plakaten stand unter anderem “Journalismus ist kein Verbrechen”.

Die Anhörung beginnt am Montag in London. Der 48-Jährige sitzt im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Seine Anwälte und sein Vater berichteten, dass sich Assanges Gesundheitszustand in letzter Zeit etwas gebessert habe, da er nicht mehr von anderen isoliert werde und im Gefängnis an die frische Luft dürfe.

Der UNO-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, hatte kürzlich schwere Vorwürfe gegen die Behörden in Großbritannien, Schweden, den USA und Ecuador erhoben. In seinen Augen wird an Assange ein Exempel statuiert, um Journalisten einzuschüchtern.

Die Vereinigten Staaten werfen ihm vor, dem US-Whistleblower Bradley Manning – der heute unter dem Namen Chelsea Manning als Transfrau lebt – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Dadurch wurden von US-Soldaten begangene Kriegsverbrechen bekannt. Es liegen 18 Anklagepunkte vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft.

Von: APA/dpa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Demonstration für Wikileaks-Gründer Assange in London"


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Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 11 Tage

Seit Mai letzten Jahres ist der Bericht vom uno Menschenrechtsbeauftragten auf den Tisch. Er beweist die Unschuld bzgl der Anklage wegen vergewaltigung in Schweden. Assange wurde von der frau weder beschuldigt noch angezeigt. Die Geschichte wurde konstruiert. Dies geht ganz klar aus emails hervor.
Haben viele, auch ich, schon damals gewusst…. Jop Verschwörungstheorien…. und doch werden sie war.
Siehe Krypto Skandal in der Schweiz. Über 20 jahre alter Hut äähm Verschwörung und jetzt vom cia veröffentlicht.

Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Verräter gehören verurteilt und eingesperrt !!! 🙂

Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 11 Tage

Hoffe Ironie… hier geht es um Wahrheit. Auch wenn er ein „verräter“ ist, dann soll man ihn wegen Verrats anklagen und nicht eibe Straftat erfinden. Natürlich muss man dann zugeben, dass seine preisgegebenen Informationen der Wahrheit entsprechen. Sonst wäre es ja kein Verrat.

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