Die Polizei hielt die beiden Demonstrationen auseinander

Demonstrationen nach mutmaßlicher Vergewaltigung in Freiburg

Montag, 29. Oktober 2018 | 20:26 Uhr

Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen in Freiburg sind am Montagabend zwei Demonstrationen durch die Stadt gezogen. Die AfD hatte zu einer Versammlung aufgerufen, an der laut Polizei 300 bis 500 Menschen teilnahmen. Mehrere Gruppen bildeten eine Gegendemonstration mit nach Polizeiangaben 1.500 Menschen, um vor einer Instrumentalisierung des Verbrechens zu warnen.

Polizisten hielten die beiden Gruppen auseinander. Allerdings musste der AfD-Zug über eine andere Strecke umgeleitet werden, nachdem Gegendemonstranten ihn auf der geplanten Route blockiert hatten. Immer wieder kam es laut Augenzeugen zu Rangeleien zwischen Polizisten und Gegendemonstranten, die versuchten, den AfD-Zug aufzuhalten. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Der parteilose Oberbürgermeister Martin Horn hatte zuvor zur Besonnenheit aufgerufen. “Ich hoffe, dass die Demonstrationen friedlich bleiben und nicht weitere Gewalt und Hass nach sich ziehen. Es gibt in Freiburg keinen Raum für Straftäter und so furchtbare Straftaten”, sagte Horn der Deutschen Presse-Agentur. Aber es gebe auch keinen Raum für Menschen, die solche grausigen Straftaten dann politisch instrumentalisierten.

Nach einem Disco-Besuch soll die 18-Jährige in der Nacht zum 14. Oktober von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Die Polizei nahm acht Tatverdächtige fest – sieben Syrer im Alter von 19 bis 29 Jahren und einen 25 Jahre alten Deutschen. An Spekulationen über mögliche weitere Täter beteilige man sich nicht, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Gegen einen Verdächtigen habe bereits ein Haftbefehl wegen eines anderen Deliktes bestanden, bestätigte das Innenministerium in Stuttgart. Dieser war aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht vollstreckt worden. Dies sei aber zeitnah vorgesehen gewesen.

Das Opfer hatte nach eigenen Angaben in einer Diskothek mit einer Freundin gefeiert und von einem unbekannten Mann ein Getränk erhalten. Gegen Mitternacht habe die Frau den Club mit dem Mann verlassen. Durch eine unbekannte Substanz in dem Getränk sei sie wehrlos gewesen. In einem nahen Gebüsch kam es dann nach Darstellung der Frau zu einem sexuellen Übergriff durch einen der mutmaßlichen Täter. Nach ihm sollen sich auch seine Begleiter an ihr vergangen haben. Die Polizeisprecherin bestätigte, dass im Blut des Opfers berauschende Mittel nachgewiesen werden konnten.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Demonstrationen nach mutmaßlicher Vergewaltigung in Freiburg"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
traktor
traktor
Universalgelehrter
21 Tage 15 h

wahnsinn…
steinbruch für diese monster.
und sobald die strafe getilgt ist ab in die heimat wo noch eine viel kaltere strafe warten soll!!!

andr
andr
Superredner
21 Tage 6 h

Es gibt in Freiburg keinen Raum für Straftäter und so furchtbare Straftaten”, sagte Horn der Deutschen Presse-Agentur?! sie sind aber da und haben ein mädchen vergewaltigt sie flüchten vor krieg und bedanken sich offensichtlich

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
21 Tage 5 h

Alle die Gegendemonstranten möchte ich fragen, was, wenn es eure Tochter, eure Schwester, die Freundin oder sonst jemand betreffen würde?
Dass die Angehörigen des Mädchens jetzt vielleicht eine 💩Wut haben, kann man nachvollziehen. Ich würde meine Tochter, Schwester, Freundin rächen, soviel steht fest.

wpDiscuz