Landesregierung und Behörden arbeiten mögliche neue Maßnahmen aus

Deutsche Reisewarnung für Südtirol “hart” aber “nachvollziehbar”

Donnerstag, 22. Oktober 2020 | 17:50 Uhr

Die Reisewarnung Deutschlands für Südtirol ist laut dem zuständigen Landesrat Arnold Schuler (SVP) ein “schwerer Schlag” für viele Betriebe in Südtirol. Die Entscheidung sei “hart” aber aufgrund der Infektionszahlen “nachvollziehbar”, sagte er in einer Stellungnahme gegenüber der APA am Donnerstag. Man nehme dies nun “zur Kenntnis”, arbeite aber bereits an möglichen weiteren Maßnahmen.

“Die zuständigen Behörden und die Südtiroler werden daher alles unternehmen, um die Zahlen von Neuinfektionen möglichst schnell wieder zu senken, damit die Reisewarnung wieder aufgehoben werden kann”, versprach Schuler. Das Wichtigste sei die “Gesundheit der Gäste, der Mitarbeitenden der touristischen Betriebe und der Bürger und Bürgerinnen Südtirols”.

Deutschland sei noch vor dem nationalen Markt Italien der wichtigste Herkunftsmarkt für Südtiroler Gäste. Daher seien die Auswirkungen der ab Samstag um 0.00 Uhr geltenden Reisewarnung “sehr schwerwiegend” – letztlich könne die Warnung “Existenzen bedrohen”, meinte der Landesrat.

Am Donnerstag verzeichnete die autonome Provinz seit dem Vortag weitere 247 Neuinfektionen. Insgesamt galten 2.318 Menschen als infiziert.

Von: apa

Bezirk: Bozen